Café Gramsci bleibt vermutlich - trotz Turnhalle

Dachau - Die Stadträte haben sich geeinigt: Sie wollen dass das Café Gramsci bestehen bleibt. Wo es ist und wie es ist.

In einer Sache sind sich die Stadträte schon seit langem einig: Die Klosterschule braucht dringend eine Turnhalle. Nun haben sie sich offensichtlich noch auf einen zweiten Punkt geeinigt: Das Café Gramsci soll bestehen bleiben - und zwar genau da, wo es ist, und genau so, wie es ist. Denn als in der gestrigen Sitzung des Bauausschusses des Dachauer Stadtrats von zwei Architekturbüros insgesamt neun Alternativen für den Bau der Turnhalle vorgelegt wurden, wischten die Stadträte die Vorschläge, in denen das Gramsci und sein Hof in irgendeiner Weise verändert werden sollte, schnell vom Tisch. Denn ganz plötzlich wurde allen klar: Es geht auch anders. Kreativer.

Grundsätzlich kommen ab jetzt zwei Möglichkeiten in Betracht. Bei der einen wäre die Turnhalle unterirdisch: Und zwar unter dem Klosterschulgarten am Hofgartenweg. Dies war ursprünglich die Idee der CSU-Fraktion gewesen. Der Haken daran: Der alte Schulgarten müsste abgetragen und anschließend wieder neu gepflanzt werden.

Bei der zweiten Variante soll die Turnhalle hinter die Brauerei an der Schloßstraße gebaut werden. Dabei soll die Turnhalle etwa vier Meter tief in den Boden verlegt werden. So könnte der höchste Punkt der Halle genau mit dem Boden des Biergartens abschließen. Bei dieser Version wäre eine Einfach-, eine Zweifach- oder sogar eine Dreifachturnhalle möglich.

Ursprünglich war das die Idee von Stadtrat Kai Kühnel (Bündnis für Dachau) gewesen: Er hatte angedacht, das Grundstück der Schlossbergbrauerei mit dem Grundstück an der Burgfriedenstraße zu tauschen. Somit hätten auf den Metzgerhof Wohnungen entstehen können und das Café Gramsci wäre in die Brauerei gewandert. Doch in der gestrigen Sitzung führte Oberbürgermeister Peter Bürgel (CSU) diese Idee noch weiter: „Ich denke da gar nicht mehr an einen Tausch - wir könnten das Grundstück erwerben.“ Der Haken daran wiederum: Dem müsste die Grundstücksbesitzerin, die Sedlmayer Grund und Immobilien KGaA, erst einmal zustimmen. Also beauftragten die Stadträte den OB, diese Verhandlungen aufzunehmen. Dazu sollen die genauen Kosten für die beiden Alternativen geprüft werden. Denn eines ist klar, so der OB: „Beide werden alles andere als billig sein.“ Das Gramsci ist es offenbar wert. (np)

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