+
Den Schlüssel ist der OB erstmals los: Florian Hartmann mit den Tollitäten Carina I. und Kilian I.

Inthronisation der Dachauer Prinzenpaare im Thomahaus

Royale Familienangelegenheit

Glitzer, Glamour und gute Laune: Mit der traditionellen Inthronisation der Prinzenpaare ist die Dachauer Faschingsgesellschaft am Samstagabend in die närrische Zeit gestartet.

Dachau – Zur Eröffnung des Dachauer Faschings versammelten sich am Samstagabend rund 260 Gäste im Ludwig-Thoma-Haus. Dabei gab es einen besonderen Service: Die Besucher konnten sich die Tanzpaare und Garden live im großen Saal oder aber per Videoübertragung vom Foyer aus anschauen.

Neben vielen Dachauern kamen auch viele auswärtige Faschingsgesellschaften, um das närrische Spektakel zu verfolgen. Die „Narreninsel“ reiste sogar von Wolfratshausen aus an! „Wir haben gute Freundschaften mit den anderen Faschingsgesellschaften geschlossen. Wir sind eine große Familie“, erklärte dazu Gabi Knan, zweite Schriftführerin der Dachauer Faschingsgesellschaft.

Auftakt für den Dachauer Fasching - die besten Bilder

Erster Höhepunkt war dann die Inthronisation des Kinderprinzenpaars Lara I. und Benni I. Oberbürgermeister Florian Hartmann begrüßte die kleinen Majestäten mit Blumen und Kindersekt. Zum Dank verliehen ihm Lara und Benni einen Orden des Prinzenpaares. Dann durfte Prinz Benni seine Lara das erste Mal übers Parkett führen. „Wir waren ganz schön aufgeregt“, verriet Lara im Anschluss an den Walzer.

Doch die beiden Zwölfjährigen waren gut vorbereitet und hatten fleißig für ihren Auftritt geübt. Zudem betonten sie ganz selbstbewusst, „kein Liebespaar“ zu sein: „Wir kennen uns nur schon, seit wir ganz klein sind.“

Anschließend zeigte die Jugend-Showtanzgruppe Black Pearls ihr Können. Unter dem Motto „Beach Party“ fegten sie über die Tanzfläche. Selbstverständlich hatten aber auch die Gäste die Möglichkeit, sich – zwischen den einzelnen Programmpunkten – auf der Tanzfläche auszutoben.

Höhepunkt des Abends war die Inthronisation von Carina I. und Kilian I. Nach einem letzten Tanz übergab das letztjährige Prinzenpaar, Michaela und Christopher, feierlich das Zepter – durch das symbolische Überreichen einer Rose und eines Kasperls an das neue Prinzenpaar.

Zudem hatten Michaela und Christian Geschenke für ihre Nachfolger dabei: einen Flachmann für Kilian und ein ein Überlebenspaket mitsamt Lipgloss, Deo und Taschentücher für Prinzessin Carina. Ebenso wie bei der Inthronisation der Kinderprinzenpaare hatte OberbürgermeisterHartmann einführende Worte für die neuen Regenten parat. Demokratie, so der OB, sei zwar „grundsätzlich eine gute Sache“, aber weit weniger glamourös als die Monarchie. Mit den Worten: „Gut, dass ab sofort das Faschingsprinzenpaar im Rathaus regiert“ übergab er seinen Schlüssel an Carina I. und Kilian I.

Die aktuellen Majestäten sind jedoch nicht nur glamourös, sondern in diesem Jahr auch etwas Besonderes: Carina und Kilian sind Geschwisrer: „Meine ältere Schwester wollte unbedingt Faschingsprinzessin werden, dann habe ich halt mitgemacht“, verrät der 19-jährige Prinz, der in seinem echten Leben derzeit eine Ausbildung zum Mechatroniker bei BMW absolviert. 

Kilians 26-jährige Schwester, die aktuell Lehramt studiert, betont dagegen, dass es überraschend einfach gewesen sei, den Bruder zu überreden. Für Carina ging damit im Übrigen ein absoluter Traum in Erfüllung: „Ich freue mich sehr, 30 Jahre nach meiner Tante das Amt der Faschingsprinzessin übernehmen zu dürfen!“

vm

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach den Schneemassen droht nun die Vereisung der Bahnsteige
„Lebensgefährlich“, „eine Katastrophe“ oder „spiegelglatt“. So äußerten sich Leser der Heimatzeitung zum Zustand der Bahnsteige in den vergangenen zwei Wochen.
Nach den Schneemassen droht nun die Vereisung der Bahnsteige
„In Indersdorf war kein Bewusstsein da“ - Georg und Irmgard Weigl über die Andlauer Ausstellung in Tel Aviv
Die Indersdorfer Eheleute Georg und Irmgard Weigl berichten, wie sie die Eröffnung von Anna Andlauers Ausstellung in Israel erlebt haben.
„In Indersdorf war kein Bewusstsein da“ - Georg und Irmgard Weigl über die Andlauer Ausstellung in Tel Aviv
50er Jahre – das Thema zieht
Großen Anklang fand die Eröffnung der Ausstellung „Alles wächst – Bauboom der 50er Jahre“ in Karlsfeld.
50er Jahre – das Thema zieht
Dachauer SPD fordert Calisthenics-Park
Die Dachauer SPD möchte Sporttreibenden, die nicht in Vereinen organisiert sind, eine „adäquate und zeitgemäße Trainingslandschaft“ im Stadtgebiet bieten.
Dachauer SPD fordert Calisthenics-Park

Kommentare