„Land unter“ - Gewitterfront rollt über Deutschland - Autofahrerin muss aus Geröllmassen gerettet werden

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Haselfichte aus der Schweiz für den besonders feinen Klang: das Duo Holzner-Scholl mit ihren Volksharfen. foto: hab

Der Chiemgau bringt Harmonie

Dachau - Landler, Boarische, Walzer - und Lieder. So klingt der alpenländische Frühling beim Hoagartn der Sektion Oberland.

Tanzmeister Erich Müller war mit von der Partie, allerdings als Sprecher. Das Musikprogramm hat in bewährter Weise Heinz Neumaier zusammengestellt. Qualität ist das Markenzeichen dieses Volksmusikabends. Das weiß nicht nur der stellvertretende Vorsitzende Karl Allwang, der dies mit einem Zitat von Hans Piesenecker, einst Sprecher bei einem dieser Qualitätsabende, unterstrich - das hat sich längst herumgesprochen. Und so war der Stockmannsaal im Ludwig-Thoma-Haus wieder einmal voll.

Diesmal war der Chiemgau vertreten mit den unterschiedlichen Klangfarben der Flintsbacher Saitenbläser, des Harfenduos Steiner/Schroll, den Inntaler Sängern und den Perlseer Dirndln.

Die Flintsbacher eröffneten mit einem Walzer und die beiden Harfenistinnen Heidi Steiner und Karin Scholl, bekannt als Duo Holzner-Scholl, ließen das weiß-blaue Band der Frühlingsmelodien weiterwehen. Ihre bayerischen Volksharfen aus dem eigenen Betrieb produzieren dank der verwendeten Haselfichte aus der Schweiz einen besonders feinen und warmtonigen Klang. Eine ideale Ergänzung zur Instrumentalbesetzung waren zum einen die klaren Stimmen der Perlseer Dirndl und der markante Männerdreigesang der Inntaler Sänger, die in den 55 Jahren ihrer gemeinsamen Auftritte eng zusammengewachsen sind.

Ursprünglich waren sie zu viert. Seit dem Tod von Konrad Bauer vor einigen Jahren müssen Peter Anderl (1. Stimme und Zither), Franz Singer (2. Stimme) und Sepp Wieland (3. Stimme) zu dritt auskommen. Zusammen haben sie längst 200 Jahre auf dem Buckel und sind in ihrer knorrigen Art das absolute Gegenstück zu den klaren, volltönenden Frauenstimmen.

Die drei Madln aus dem Oberland tragen das Gold nicht nur in den Haaren, sie haben es vor allem in den Kehlen. Ihren Gesang begleiten sie selbst: Michaela Oswald (1. Stimme) bedient die Harfe, Susanne Brückner (2. Stimme) spielt die Geige und Christina Wiesholzer (3. Stimme) bläst zwischendurch die Klarinette. Heinz Neumaier hatte als Begleiter an der Gitarre nur wenig zu tun. Allen gemein jedoch war die sichtbare Freude am Musizieren und ein herzlicher Umgang. Das waren Freunde, die sich zum Musizieren trafen, grad so wie es dem Gedanken des Hoagartn entspricht, wie Erich Müller als Sprecher eingangs erläuterte.

Dieser harmonische, freundschaftliche Geist prägte den Volksmusikabend, der in 28 Musikbeiträgen wie immer die Besonderheiten der Jahreszeit, die Liebe, die Jagd und das bäuerliche Leben thematisierte, stimmig ergänzt von Erich Müller mit Gedichten, Texten und Anekdoten. Da klang nicht einmal der „Boarische in A-Moll“ des Harfenduo Steiner-Scholl wehmütig.

Nur Heinz Neumaier wurde es ein bisserl wehmütig ums Gemüt und die Augen ein wenig feucht, als ihm die Sänger und Sängerinnen nachträglich zum 65. gratulierten und ihm das Harfen-Duo Steiner-Scholl einen musikalischen Herzenswunsch erfüllte.

Karl Allwang hatte ihm stellvertretend für den verhinderten Vereinschef Johann Hoffmann das unermüdliche Engagement Neumaiers für die Erhaltung der bairischen Volksmusik gewürdigt, wodurch, wie Allwang sagte, „wenigstens no a wengerl was von der alten Tradition erhalten bleibt“.

(don)

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