Jahrzehnte mit Posaunenmusik: Bernhard Seidenath, Wolfgang Herzberg und Günter Fuchs gratulierten den langjährigen Mitgliedern mit Urkunden. Foto: rds

Ein Chor, der erstmal Noten lernen musste

Petershausen - Vor 50 Jahren hatte Pfarrer Herbert Windhövel die Idee, in Petershausen einen Posaunenchor zu gründen. Er fand sofort Interessierte - doch keiner von ihnen konnte ein Blasinstrument spielen. Eine Sache von vielen, die sich seit damals längst geändert haben.

Acht Petershauser waren es, die von Pfarrer Windhövels Idee, in Petershausen einen Posaunenchor zu gründen, sofort begeistert waren, erzählte Bettina Korb bei der Jubiläumsfeier des Posaunenchors. Die Motivation war damals groß. So groß, dass es für die Petershauser kein Hinderungsgrund war, dass sie keine Blasinstrumente spielen konnten. Wenigsten war unter den Gründungsmitgliedern einer, der Noten lesen konnte: Wilhelm Hirschler. Er leitet den Chor nun seit 30 Jahren. Hilfe bekam er aus Oberallershausen, wo sich kurz zuvor ein Posaunenchor gegründet hatte. „Franz Kleder brachte den Kemmodenern das Spielen bei“, erzählte Bettina Korb. Bis heute besteht die enge Freundschaft beider Posaunenchöre. Sie helfen sich gegenseitig aus. Die Gemeinde stellt Instrumente und Noten bereit.

Wilhelm Hirschler erinnert sich gerne an die Anfangszeit zurück: „Vieles hat sich geändert. Am Anfang haben wir bei jedem reihum geprobt. Jetzt haben wir einen richtigen Probenraum in Lanzenried bei Indersdorf.“ Dort kommen die Musiker jeden Montagabend zusammen.

Hirschler ist nicht der einzige Petershauser, der dem Chor so viele Jahre lang treu geblieben ist. Die Dekanatskantoristin Christiane Höft überreichte Ehrenurkunden an: Wilhelm Hirschler, Peter Schläfer (beide 50 Jahre), Chorleiter Otto Braun (30 Jahre), Elisabeth Frisch und Peter Bucher (beide 40 Jahre) sowie Astrid Frenzel, Bettina Korb und Obmann Michael Schläfer (je 25 Jahre). Ewald Winfried bekam sogar eine Auszeichnung für 55 Jahre Mitgliedschaft, er spielte zuvor schon in München in einem Posaunenchor.

Der CSU-Landtagsabgeordneter Bernhard Seidenath und der Petershauser Bürgermeister Günter Fuchs (CSU) betonten die große Bedeutung des Chors für die Gemeinde. Musik bedeute auch Unterhaltung, sagte Fuchs. (rds)

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