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Wie im Cockpit durchstarten

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Manfred Betzin

will Bürgermeister in Jetzendorf werden. Foto: OST
Manfred Betzin will Bürgermeister in Jetzendorf werden. Foto: OST

Jetzendorf - Er lebt gern im Jetzendorf und will die jetzigen Lebensbedingungen erhalten: CSU-Kandidat Manfred Betzin. Allerdings wird er nicht der einzige Bewerber um den Bürgermeistersessel sein.

Manfred Betzin will das Tornado-Cockpit gegen den Jetzendorfer Bürgermeisterstuhl tauschen: Der 37-Jährige soll von der örtlichen CSU am Mittwoch, 6. März, um 20 Uhr beim Postwirt zum Bürgermeisterkandidaten 2014 gekürt werden. Wie von Betzin zu erfahren war, sei der Jetzendorfer CSU-Ortsvorsitzende Jochen Lojewski schon vor längerer Zeit hinsichtlich einer Kandidatur bei der Wahl des Gemeindeoberhaupts auf ihn zugegangen. Nach einem längeren Überlegungsprozess habe er sich entschieden, sich zur Wahl zu stellen, falls er nominiert wird.

Betzin ist in Dachau geboren, er ist aber zusammen mit seiner Familie schon als Siebenjähriger nach Jetzendorf gekommen. In Pfaffenhofen hat er die Mittlere Reife erworben und danach eine Lehre als Elektromechaniker absolviert. Als Wehrpflichtiger kam er zur Bundeswehr und entschied sich für die Offizierslaufbahn. Die fliegerische Ausbildung absolvierte er sowohl in Deutschland als auch in den USA. Betzin ist nun schon seit langer Zeit bei der Luftwaffe in Lagerlechfeld stationiert und führt den Dienstgrad eines Majors. „Seit 13 Jahren bin ich der zweite Mann, der im Tornado sitzt“, so Betzin, der auch Fluglehrer ist.

Politisch abheben will Betzin aber noch lange nicht. Seit zwölf Jahren gehört er der CSU an, seit zwei Jahren ist er Beisitzer im Vorstand des Ortsverbandes. Dass er kommunalpolitisch keine Erfahrung im Gemeinderat gesammelt hat, sieht der mögliche Bürgermeisterkandidat nicht als Nachteil: „So kann ich unvoreingenommen meine Arbeit zum Wohle der Bürger verrichten.“ Ein besonderer Grund, Nachfolger von Bürgermeister Richard Schnell werden zu wollen, sei für ihn, die lebens- und liebenswerte Gemeinde Jetzendorf in ihrer jetzigen Form generationsübergreifend zu erhalten.

Betzin wohnt mit Ehefrau Uschi, seiner zweijährigen Tochter und seinem sechsjährigen Sohn äußert gern in der Ilmtal-Gemeinde. Sein Hobby ist der Sport: Laufen, Skifahren, Radfahren und Klettern - und die Jagd.

Betzin muß damit rechnen, dass auch die anderen politischen Gruppierungen in Jetzendorf einen BürgermeisterKandidaten ins Rennen schicken. Die Rechtsanwältin Ruth Kudorfer (Freie Bürger) die bei der letzten Wahl gegen Schnell über 20 Prozent eingefahren hat, signalisierte, möglicherweise wieder in den Ring zu steigen. „Es ist aber noch gar nichts entschieden“, sagt sie. Ähnlich bedeckt hält sich Leonhard Sedlmeier von den Parteiunabhängigen. „Es reicht, wenn wir im September konkrete Schritte tun“, sagte Sedlmeier. SPD-Gemeinderat Willi Fritsch ist sich auch noch nicht im Klaren, wie sich die Sozialdemokraten bei der Frage nach einem Bürgermeisterkandidaten entscheiden werden. (ost)

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