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„Mobile Schulraumeinheiten“ heißen die Container im Amtsdeutsch, in die bald die Verbandsgrundschüler einziehen.

Ab Herbst im Container

Grundschule weicht Neubau

Karlsfeld – Vor genau einem Jahr wurde gefeiert: Die Verbandsgrundschule München-Karlsfeld an der Schulstraße war 50 geworden. Viele weitere Geburtstage wird das Gebäude nicht mehr erleben: Es wird bald abgerissen und einem Neubau weichen.

Die Container-Fachleute sprechen von „mobilen Schulraumeinheiten“, in denen die Schüler während der Bauzeit unterrichtet werden, sind schon aufgestellt.

Jahrelang haben die Verantwortlichen im Karlsfelder Rathaus versucht, die Landeshauptstadt München als Eigentümerin dazu zu bewegen, die Verbandsgrundschule zu sanieren. Jahrelang vergebens. Umso erfreulicher dann die Nachricht, die der Münchner Schulrat Peter Scheifele im März 2015 im Karlsfelder Gemeinderat öffentlich machte: Es wird nicht saniert, sondern gleich neu gebaut.

Derzeit werden etwa 300 Buben und Mädchen in der Schule unterrichtet, sie kommen aus München und Karlsfeld. In den kommenden Jahren werden ringsum aber mehrere Baugebiete fertig, auf Karlsfelder Grund ebenso wie drüben in Allach. Viele weitere Schüler müssen dann Platz finden.

Also wird gleich groß geplant. Die neue Schule wird sechszügig, rund 600 Kinder werden dann dort unterrichtet.

Nicht nur das Gebäude wird neu sein, sondern auch das pädagogische Konzept. Entstehen soll ein so genanntes Lernhaus, das ein zukunftsweisendes Raum- und Pädagogikkonzept ermöglicht. In vielen Münchner Schulen wird es schon umgesetzt, und auch die Grundschule Dachau-Augustenfeld soll ein ähnliches Konzept bekommen.

Das Lernhaus-Konzept beinhaltet Ganztagesbetreuung und Inklusion und es bedeutet: weg vom Frontalunterricht, weg vom kleinen, abgeschotteten Klassenzimmer. Die Kinder sollen – ähnlich wie in Montessori-Schulen – in kleinen Gruppen lernen, und das in einer offenen und transparenten Umgebung.

Ursula Weber freut sich schon drauf. Bei der Vorstellung von Peter Scheifele damals sprach die Schulleiterin und CSU-Gemeinderätin von einer „Traumschule“.

Bis es so weit ist, müssen sich Lehrer und Schüler aber noch gedulden. 2019 könnte die neue Schule stehen, wagte Scheifele eine Prognose. Im Moment steht noch nicht einmal fest, wann die Abbrucharbeiten beginnen werden. Die Containereinheiten sollen zum kommenden Schuljahr bezugsfertig sein.

Für eine Gemeinde wie Karlsfeld ist ein solches Bauprojekt eine große Sache. Für Scheifele und seine Mitarbeiter ist es Alltag: 344 Schulen gibt es in München.

tol

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