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Corona-Krise wirkt sich auf Haimhauser Haushalt aus. Geldscheine (Symbolbild)

Corona-Krise wirkt sich auf Haimhauser Haushalt aus: Erstes Projekt wird geschoben

  • vonLeyla Yildiz
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Eine Haushaltssitzung sei stets ein kleines Spektakel, sagt der Haimhauser Bürgermeister Peter Felbermeier. Doch heuer war dies anders.

Haimhausen – Wegen der Corona-Krise verabschiedete nur der Ferienausschuss des Gemeinderats den Haushalt, in kleinem Rahmen also. Klar wurde auch: Die Krise wird sich auf die Finanzlage der Gemeinde auswirken. Ein Bauprojekt ist schon zurückgestellt.

„Wir müssen den Haushalt beschließen, weil wir handlungsfähig bleiben müssen“, sagt Felbermeier. Denn nur mit einem rechtskräftigen Haushalt kann die Gemeinde im Laufe der nächsten Monate auf die Auswirkungen der Krise reagieren und weitere Maßnahmen einleiten, wie zum Beispiel einen Nachtragshaushalt.

Felbermeier ist sich sicher, dass sich die Höhe der Einnahmen und Ausgaben im Laufe des Jahres noch ändern werden. Da die Gemeinde den Haushalt bereits zu Beginn des Jahres erarbeitet hat, ist damit zu rechnen, dass wegen der Corona-Krise zum Beispiel die Einkommensteuerbeteiligung deutlich niedriger ausfallen wird.

Bei der Gewerbesteuer sieht Felbermeier hingegen kein Problem. „Das wird bei uns nicht so dramatisch, weil wir viele Handwerksbetriebe haben, die trotzdem ihre Aufträge machen können.“

Ohne große Gegenfragen und Diskussionen haben die acht Mitglieder des Ferienausschusses den Haushalt einstimmig beschlossen. Das Gesamtvolumen des Haushalts liegt in diesem Jahr bei 23,7 Millionen Euro. Nach dem momentanen Stand machen die Steuereinnahmen mit 8,6 Millionen Euro den größten Einnahmeposten aus. Die Kreisumlage ist um 249 000 Euro gestiegen. 3,2 Millionen Euro muss die Gemeinde an den Landkreis Dachau zahlen.

Die Gemeinde hatte bereits im letzten Haushalt festgesetzt, eine Halle für alle Vereine in Haimhausen zu bauen, die dort ihr Equipment lagern können. Das Projekt wird nun erst einmal zurückgestellt, wie Peter Felbermeier erklärt. „Wir werden jetzt schauen, dass wir eine Baugenehmigung dafür bekommen, und dann sehen wir weiter.“ Andere geplante Projekte würden ebenfalls nur auf Eis gelegt und vorerst nicht gestrichen.

„Wir haben in diesem Jahr hohe Investitionen im Wohnungsbau“, sagte Kämmerin Lisa Ostermeier in der Haushaltssitzung. Die wichtigsten sind der Bau der Wohnungen am Schrammerweg mit einem Investitionsvolumen von vier Millionen Euro sowie der Bau der Mensa und der Turnhalle für 4,5 Millionen Euro. Diese Projekte werden laut Felbermeier nach wie vor durchgezogen. Zudem plant die Gemeinde, unbebaute Grundstücke für 1,3 Millionen Euro zu erwerben.

Die Zeiten sind außergewöhnlich. Der geschäftsführende Beamte im Rathaus Haimhausen, Florian Erath, sagt: „Wir müssen vorsichtig in die Zukunft schauen und Maß halten.“

 

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