+
Mehr Platz für Urnen: Auf dem Waldfriedhof wurden Urnenstelen errichtet.

Friedhöfe in Dachau

Immer mehr Urnenbestattungen

Dachau – Die Urnenbestattung liegt im Vergleich zur Erdbestattung deutlich im Trend. Das belegen aktuelle Zahlen des Dachauer Standesamtes. Im Jahr 2005 gab es in Dachau noch 187 Erd- und 149 Urnenbestattungen. Doch schon im Jahr 2009 hat die Urne den Sarg eingeholt.

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Standesamt Dachau nur mehr 140 Erdbestattungen, dafür aber 254 Urnenbestattungen. 

Diese Entwicklung macht sich auch im Bestattungsunternehmen Hanrieder bemerkbar. „Wir verzeichnen ebenfalls einen starken Anstieg der Urnenbestattungen. Bei uns machen diese im Moment ungefähr 60 Prozent aller Bestattungen aus“, berichtet Ralf Hanrieder. Als Gründe für diese Entwicklung sieht Hanrieder vor allem praktische und finanzielle Aspekte. „Es werden immer mehr Gräber aufgelöst, weil sich die Angehörigen beispielsweise nicht mehr um die Grabpflege kümmern können oder auch den Bezug zu dem Ort verloren haben.“ 

Außerdem ist eine Urnenbestattung deutlich günstiger. Folgende Zahlen sind der Friedhofsgebührensatzung der Stadt Dachau entnommen. Demnach kostet eine Erdbestattung eines Erwachsenen 792 Euro. Eine Urnenbeisetzung in der Urnenwand im Waldfriedhof kostet 352 Euro.

Auch Robert Kraus, Inhaber des Bestattungsunternehmens Kraus, kann diese Entwicklung bestätigen: „Vor allem die Urnenwandbestattung liegt im Trend. Überall im Landkreis werden die Friedhöfe laufend nachgerüstet, doch die neuen Urnenplätze in den Wänden sind immer schnell wieder belegt.“ 

Die Stadt Dachau hat den Trend erkannt und hat reagiert. Auf dem Dachauer Waldfriedhof gibt es nun in sogenannten „Urnenstelen“ 192 neue Plätze, von denen noch keine belegt ist. In Summe gibt es im Waldfriedhof Dachau 2060 Plätze für Urnen. Davon sind noch 454 Plätze frei. „Aus diesen Zahlen ist ersichtlich, dass der Bedarf an Urnengräbern derzeit gedeckt ist“, versichert Sabine Huber vom Dachauer Standesamt. Für Erdbestattungen im Sarg ist mehr als genügend Platz. 

„Wir wurden angewiesen, Grabstellen für Särge nur noch im alten Teil des Dachauer Waldfriedhofes zu vergeben. Generell gibt es in Deutschland enorme Friedhofsüberhangflächen“, erklärt Ralf Hanrieder. Doch auch andere Bestattungsformen finden immer mehr Akzeptanz in der Gesellschaft. 

So zum Beispiel die Baumbestattung. In Haimhausen ist diese Bestattungsform bereits möglich, im Waldfriedhof Dachau ist sie in Planung. Im Laufe des nächsten Jahres wird es auf dem Gelände des Waldfriedhofes Dachau 144 Baumgräber geben, in die jeweils zwei Urnen passen.

Stefanie Ritter

Auch interessant

Heimatshop Winter Aktion, jetzt Rabatte von bis zu 30% sichern!

<center>Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher</center>

Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher

Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher
<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l
<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Höfer2 - Silvaner Sekt brut 0,75</center>

Höfer2 - Silvaner Sekt brut 0,75

Höfer2 - Silvaner Sekt brut 0,75

Meistgelesene Artikel

Bald ist hier Gewerbe dahoam
Dachau - Mehr Gewerbesteuer. So lautet wohl der größte Wunsch der meisten Dachauer Politiker – ergo: mehr Gewerbegebiete. Nun soll eines entstehen: Auf dem …
Bald ist hier Gewerbe dahoam
Ein neues Haus an der Hangkante
Dachau - Die Altstadt wird sich etwas ausdehnen: mit einem geplanten „Punkthaus“ hinter dem Café Weißenbeck. Das plant zumindest der Grundstückseigentümer. Der …
Ein neues Haus an der Hangkante
Kloster Altomünster bleibt in Kirchenhand
Altomünster - Rom hat entschieden: Das aufgelöste St. Birgitta-Kloster in Altomünster im Kreis Dachau wird vom Erzbistum übernommen. Wie die Gebäude künftig genutzt …
Kloster Altomünster bleibt in Kirchenhand
Kein Beerdigungswald auf dem Petersberg
Erdweg – Es wird keinen Beerdigungswald in der Gemeinde Erdweg geben. Darauf einigte sich der Gemeinderat einstimmig.
Kein Beerdigungswald auf dem Petersberg

Kommentare