Großeinsatz am Schliersee - Schwimmer offenbar vermisst

Großeinsatz am Schliersee - Schwimmer offenbar vermisst

1111 x 11 = Musik nonstop

Vom aufgedrehten Dreikäsehoch bis zum tanzwütigen Rentner, alle waren sie gekommen. Über 500 Gäste feierten beim Plug & Play im Thomahaus zu elf Bands, die unterschiedlicher kaum sein könnten.

Ein „Kontrastprogramm“ kündigt Moderator Robert Freudenberg an, der den Musikabend gemeinsam mit dem Verein Tollhaus Dachau organisiert hatte. Und er sollte Recht behalten. Nach einer Aufwärmrunde im Foyer mit der 8-Ball-Band beginnt das straffe Programm des Abends.

Elf Bands, 1111 Sekunden pro Auftritt. Die Zeit tickt während des Auftritts über den Köpfen der Musiker auf einem Bildschirm. Dazu ein nahtloser Übergang, schon während des gut 18-minütigen Kurzauftritts bauen die nachfolgenden Musiker ihre Instrumente auf – diesmal auf der selben, zweigeteilten Bühne. Musik nonstop also.

Den Anfang macht der Organisator selbst. Mit einem Red-Hot- Chili-Peppers-Cover beginnt Freudenbergs Rockband Just Chanpero den abwechslungsreichen Musikabend. Danach geht es munter weiter mit den X.angelbuam in Lederhosen, Groovepoint, A.F.F.A.I.R, Boogie von den Hep Cats, Markus Roth am Piano, dem Duo Rileus und 3 of us. Sogar der Tontechniker steigt auf die Bühne. „Ist ja alles ein Kuhhandel hier“, scherzt Freudenberg. Dabei sind Rainer Rackl und seine Kneipenrocker von T4U, wie viele andere auch, bereits Stammgäste beim Plug & Play.

Für gehörigen Druck sorgen die Nachwuchshardrocker von Lem Motlow. Von Erschöpfung keine Spur, und das obwohl die fünf jungen Männer an diesem Abend schon einen Gig in München absolviert haben. Dank der umwerfenden Performance nimmt ihnen auch niemand übel, dass sie die Zeit um einige Sekunden überstrapazieren. Ob krachende Gitarrenriffs oder beschwingte Pianoklänge, das bunt gemischte Publikum war rundum versorgt.

Die Startzeit der Bands war zu Beginn der Veranstaltung ausgelost worden. Was für ein glücklicher Zufall, dass das Dachauer Funk-Ensemble von Orange Fizz den letzten Slot, und damit den Headlinerposten, zugewiesen bekamen. Schließlich hat die neun Mann (bzw. Frau) starke Band ihr brandneues Livealbum im Gepäck. Aufgenommen bei strömendem Regen am Dachauer Altstadtfest. Es ist der erste Auftritt von Orange Fizz in neuer Besetzung. Drummer Manuel Herman und das Bläserduo Julius Braun und Jakob Grimm sind neu dabei – und fügen sich sofort problemlos ein.

Genau wie Aushilfsgitarrist Lukas Hefner von der befreundeten Band Lupin. Er musste, mit wenigen Stunden Probezeit, für den erkrankten Dominik Kretschmer einspringen. Als letzte Band gönnen sich Orange Fizz nach den 1111 Sekunden dann doch noch eine kleine Zugabe. Den Dreikäsehoch vor der Bühne hat’s gefreut. Bestimmt ist er im nächsten Jahr auch wieder dabei. Freudenberg hat das sechste Plug & Play bereits angekündigt.

Dominik Göttler

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