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Spontan, frei, kreativ und voller Energie: Die Expressbrassband zog durch die Altstadt und spielte in allen Gassen – ein neues Konzept, von dem die Besucher vollauf begeistert waren
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Auftakt des Dachauer Musiksommers

Voll, voller, Jazz: 12.000 Besucher strömen in die Dachauer Gassen

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Ein schöner Frühlingsabend, überall in den Straßen ertönt Musik, die Leute ratschen, tanzen, genießen die Atmosphäre: Bei „Jazz in allen Gassen“ herrschte Festivalstimmung in der Altstadt – und bisweilen dichtes Gedränge.

DachauDie Geschäfte in der Altstadt öffneten ihre Türen die halbe Nacht lang, neun verschiedene Bands spielten in der ganzen Altstadt. Es gab Rock, Rock’n’Roll, Blues, Swing, Soul, Electro und vieles mehr.

Auf der Hauptbühne vor dem rathaus trat zunächst Bayern-3-Moderator Sascha Seelemann mit der Band „The Grizzlies“ auf. Von Stevie Wonder über Michael Jackson bis hin zu Jamie Cullum reichte das Repertoire der vier Musiker – locker, schmissig, perfekt zum Mittanzen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Expressbrassband, die durch die Straßen zog. Die Musiker sorgten auch bei der Eröffnung der Kreativwerkstatt „Paul und Paula“ für die richtige Musik und vor allem für viel Spaß und gute Laune. Die Fröhlichkeit der Gruppe war ansteckend, wo sie war bildeten sich sofort große Menschenansammlungen. Mit Blasinstrumenten jeglicher Art – von der Querflöte bis hin zur Tuba – gelang den Musikern ein ungewöhnlicher Stilmix aus Jazz, Soul, Afrobeat und orientalischer Musik. Die Songs waren spontan, frei, kreativ und sprühten vor Energie. Das Konzept mit der Expressband war 2018 neu bei Jazz in allen Gassen – es ist auf jeden Fall aufgegangen.

Die Besucher mussten jedoch auch nicht auf altbekannte „Jazz in allen Gassen“-Klassiker verzichten. Am Schrannenplatz gab es von der „Boogie Connection“ Blues, Boogie, Soul und auch etwas Rock’n’Roll, und am Kraisy-Brunnen bot wieder die „Al Jones Band“ Blues-Sounds. Als Special Guest kam mit der Gruppe dieses Jahr Entertainer Bob Chisolm nach Dachau gereist. Bei seinem Auftritt zeigte sich sofort sein Talent, das Publikum zu animieren. Kaum sang er ein paar Worte, schon waren alle dabei.

Bei den anderen Locations war ebenfalls viel Abwechslung geboten: Im Café Gramsci gab es Rock und Rock’n’Roll von „Boiling Ink“, im Schermhof swingige Klaviermusik vom „Peter Heger Boogie Duo“, und auf dem Pfarrplatz spielte „Zydeco Annie“ Melodien aus der Jazz-Musik des alten New Orleans. Einen bunten Stilmix gab es zudem im Brunnenhof der Volksbank Raiffeisenbank, wo die Dachauer Gruppe „Mama Makes Coffee“ aufspielte.

Überall war das Publikum bei Jazz in allen Gassen gut drauf. Auf der einen Seite erzählte ein kleines Mädchen auf Papas Schultern ihrem Teddy, dass er heute Musik hören darf, auf der anderen Seite legten Jugendliche und Senioren ein Tänzchen ein – Szenen wie diese zeigten, dass die Veranstaltung Generationen verband.

Viele der Besucher kommen jedes Jahr, wie zum Beispiel Savannah Lettner (21). „Die Stimmung ist immer wieder gut“, sagt sie. „Ich wohne in Dachau, da gehört das einfach dazu.“ Heuer hat sie extra ihre Freunde aus Augsburg mitgenommen.

Zum ersten Mal war dieses Jahr Nina Schröder aus Allach da. Sie hatte am Tag darauf ihren 32. Geburtstag, „Jazz in allen Gassen“ war die perfekte Gelegenheit, um mit Freunden hinein zu feiern. „Eigentlich sind alle Bands gut“, erzählt sie. „Wir haben zuerst ein bisschen überall herum geschaut und hören uns jetzt die Band auf der Hauptbühne an.“ Dort hat die Gruppe einen freien Biertisch ergattert – und um Mitternacht ganz gemütlich auf Nina Schröder angestoßen.

Auf der Hauptbühne war zu dieser Zeit das Sepalot Quartett zu hören. Bis in die Nacht hinein sorgte DJ Sepalot von der ehemaligen Band Blumentopf gemeinsam mit seinem Team für den richtigen Rhythmus zum Ausklang der Dachauer Festivalnacht.

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