Reaktion auf Amnestieangebot

14 Landkreisbürger geben Waffen ab

Bis zum 1. Juli konnten illegale Waffen straffrei abgegeben werden. 14 Personen aus dem Landkreis Dachau nutzten ihre Chance.

Landkreis – Bis zum 1. Juli konnten illegale Waffen straffrei beim Landratsamt in Dachau oder bei der Polizei abgegeben werden. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wollte mit der vor einem Jahr ausgerufenen Waffenamnestie die Waffenzahl im Freistaat reduzieren. Die Amnestie ist nun offiziell beendet. 14 Personen aus dem Landkreis Dachau nutzten ihre Chance und gaben ihre illegalen Waffen ab.

„Hauptsächlich handelte es sich um normale Schusswaffen, ein paar Schreckschusswaffen waren auch dabei“, erläutert Björn Scheid von der Polizeiinspektion Dachau.

Auch Nichtlandkreisbürger wurden im Landkreis vorstellig. Insgesamt wurden während der Amnestie 343 Schusswaffen abgegeben. Davon waren 24 Kurz- und 45 Langwaffen aus illegalem Besitz. Darunter auch die dazugehörige Munition.

Ende 2017 waren in Oberbayern mehr als 372 000 Schusswaffen amtlich registriert, berichtet eine Sprecherin der Regierung von Oberbayern. Jeder, der illegale Waffen besitzt, konnte diese straffrei beim zuständigen Landratsamt oder bei der Polizei abgeben. „In den meisten Fällen liegen die Waffen schon jahrelang zu Hause, wurden geerbt oder beim Aufräumen gefunden“, erklärt Björn Scheid von der Polizeiinspektion Dachau.

Damit Waffen legal sind, benötigt der Besitzer eine Waffenbesitzkarte. Diese wird beispielsweise an Jäger, Sportschützen oder Waffensammler ausgehändigt. Im Landkreis sind 16 021 Schusswaffen registriert. Schreckschusswaffen dürfen seit einigen Jahren nicht mehr mitgeführt werden, deshalb wurden auch diese eigentlich legalen Waffen laut Scheid von den Besitzern abgegeben. Die eingesammelten Schießeisen sowie die Munition wurden vom Landeskriminalamt in München fachgerecht entsorgt.

itz

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