Leute in Bierzelt
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Ein Bierzelt wird es auch heuer nicht geben

Stadt stellt „Sommer“-Pläne vor

17 Tage Mini-Volksfest

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
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Dachau – Auch wenn die bayerische Staatsregierung nach wie vor kein Verbot von Großveranstaltungen für den kommenden August ausgesprochen hat, hat man in Stadtverwaltung und Stadtrat zuletzt „so gut wie keine Anzeichen“ dafür gesehen, dass Volksfeste mit mehreren 10 000 Besuchern täglich zeitnah wieder durchgeführt werden dürfen. Die Folge war die Absage des diesjährigen Volksfests am Mittwoch (wir berichteten).

Die Details, wie die – allen Infektionszahlen zum Trotz – weiterhin geplante Alternativveranstaltung „Sommer auf der Thomawiese“ aussehen soll, präsentierte nun Kulturamtsleiter Tobias Schneider dem Kulturausschuss des Stadtrats.

Demnach soll der „Sommer“ als reine Freiluftveranstaltung „aus Gründen der Wirtschaftlichkeit“ über die übliche Volksfestdauer hinausgehen und von Samstag, 31. Juli, bis Montag, 16. August, stattfinden. Während das von der Freiwilligen Feuerwehr Dachau geplante LaBrassBanda-Konzert, das im Festzelt hätte stattfinden sollen, damit ausfällt, wird am sogenannten Politischen Dienstag festgehalten. Dabei bespielen die Parteien jeweils wechselweise immer am Dienstag nach Volksfestende das große Festzelt mit einem prominenten Redner; die Grünen, die heuer an der Reihe sind, sollen ihre Kundgebung nun im Biergartenbereich anbieten dürfen.

Geöffnet ist der „Sommer auf der Thomawiese“ nach den Plänen Schneiders täglich von 11.30 bis 22 Uhr. Der Biergartenbereich soll sich auf der Fläche befinden, auf der in normalen Jahren das große Festzelt steht. Am Eingang plant die Stadt vorsorglich schon mal Platz ein für eine Schnellteststation; fix ist, dass es eine Besucherregistrierung – optimalerweise mittels App – geben wird.

Was die teilnehmenden Schausteller und Standlbetreiber betrifft, will die Stadt den Stammbeschickern den Vorzug geben – also Kaufleuten und Fahrgeschäftebesitzern, die seit mehr als acht Jahren auf dem Dachauer Volksfest vertreten sind und aus einem Umkreis von 35 Kilometern kommen. Dem Festwirt, betonte Kulturamtsleiter Schneider, wolle man bei der Bierauswahl „möglichst wenig reinreden“. Denn, klar, sei es schön, wenn er Bier regionaler Brauereien ausschenken würde; andererseits gehe der Festwirt „ein großes wirtschaftliches Risiko“ ein. Schließlich sei eine Freiluftveranstaltung stets vom Wetter abhängig. Zudem, so Schneider, „werden wir erst zwei, drei Wochen vorher wissen, ob es auch wirklich klappt“.  

Stefanie Zipfer

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