S-Bahn-Schütze von Unterföhring: Das Urteil ist gefallen

S-Bahn-Schütze von Unterföhring: Das Urteil ist gefallen

Polizei zieht Volksfestbilanz

Kripo ermittelt wegen Tötungsdelikt

Die Polizeiinspektion Dachau hat eine Bilanz über die Einsätze rund um das Volksfest gezogen: Auf dem Volksfestgelände war es eher ruhig, aber in Bars und Kneipen drumherum flogen öfter die Fetzen.

Dachau – Der schlimmste Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Dienstag gegen 0.30 Uhr, als nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord zwei junge Männer aus Dachau (19 und 20) zwei Radfahrer aus dem Landkreis (39 und 47) anpöbelten und schlugen. Die Radler waren auf dem Fußweg in der Ludwig-Thoma-Straße unterwegs. Während der Tätlichkeiten stürzte der 47-Jährige zu Boden. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler trat der 20-Jährige gegen den Kopf des Gestürzten.

Eine Polizeistreife wurde auf das Geschehen aufmerksam und konnte die flüchtenden Täter sofort stellen. Der 19-Jährige leistete dabei Widerstand, wobei sich eine Polizeibeamtin leicht an der Hand verletzte.

Der 47-Jährige wurde mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, die sich aber bei näherer Untersuchung glücklicherweise als nicht so schwerwiegend herausstellten. Der 39-Jährige wurde leicht verletzt.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft München II ermittelt die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes gegen den 20-Jährigen. Diesbezüglich wurde von der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den Beschuldigten beantragt. Der junge Mann wird sobald möglich dem Haftrichter vorgeführt.

Gegen den 19-Jährigen, der nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen wurde, wird wegen Verdachts des Widerstandes gegen Polizeibeamte und eines Körperverletzungsdeliktes ermittelt.

Laut Polizei Dachau kam es überdies vor allem an den Wochenenden und am Feiertag (Mariä Himmelfahrt) immer wieder zu Körperverletzungen bei Schlägereien. In allen Fällen konnten jedoch durch das rasche und konsequente Einschreiten der Beamten größere Schlägereinen verhindert bzw. im Keim erstickt werden. So kamen bisher 14 Körperverletzungsdelikte zur Anzeige. In zwei Fällen wurden die Beamten auch beleidigt.

Vermehrt versuchten minderjährige Festbesucher mit „geliehenen“ Ausweisen ihr Alter anzuheben und so in die für unter 16-Jährige gesperrten Zelte zu gelangen. Sachbeschädigungen wurden bis jetzt keine angezeigt.

Am vergangenen Freitag war das Fest wie berichtet wegen einer Unwetterwarnung gegen 21.45 Uhr abgebrochen werden. „Die Besucher verließen das Gelände diszipliniert und friedlich“, sagte Polizeisprecher Roland Itzstein.

„Insgesamt hat sich das Sicherheitskonzept bewährt und für eine überwiegend friedliche Veranstaltung gesorgt“, so Itzstein abschließend.

zim

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Seit einem Jahr bleibt ihr Briefkasten leer - Post ist Anfahrt zu gefährlich 
50 Jahre lang hat es keine Probleme gegeben. Doch seit einem Jahr ist Schluss. Gertraud Krautheim (69) aus Altomünster bekommt keinen Brief mehr zugestellt. Die Gründe …
Seit einem Jahr bleibt ihr Briefkasten leer - Post ist Anfahrt zu gefährlich 
Motorradfahrer bei Unfall in Eschenried leicht verletzt
Ein Motorradfahrer ist bei einem Unfall am Donnerstagnachmittag in Eschenried leicht verletzt worden.
Motorradfahrer bei Unfall in Eschenried leicht verletzt
Sie nahm ihm die Angst: Motorradfahrer sucht nach seiner Ersthelferin
Ein 28-Jähriger wurde bei einem Motorradunfall schwer verletzt. Die Erste, die sich um ihn kümmerte, war eine Frau, die einen Fiat Ducato fuhr. Nun suchen der Mann und …
Sie nahm ihm die Angst: Motorradfahrer sucht nach seiner Ersthelferin
Busse werden zum Problem
Die Bauarbeiten am Parkplatz der KZ-Gedenkstätte haben noch gar nicht begonnen, da regt sich schon der Unmut der Anwohner. Denn die fürchten den neuen Standort der …
Busse werden zum Problem

Kommentare