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In Freundschaft „for ever“: Fondis Bürgermeister Salvatore De Meo verewigte sich am Mittwoch bei einem Festakt im Schloss mit einer liebevollen Botschaft im Goldenen Buch der Stadt. OB Florian Hartmann stand ihm zur Seite.

20 Jahre Städtepartnerschaft

Dachau und Fondi: Eine Freundschaft, die für immer bleibt

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Dachau feiert in diesen Tagen seine 20-jährige Städtepartnerschaft mit Fondi. Auf einen Festabend  folgte   die Einweihung des Fondi-Parks in Dachau-Ost und eine Festa Italiana in der Altstadt. Die Feierlichkeiten bilden dabei mehr als nur eine Geste, wie die beiden Bürgermeister betonen: Es geht auch um die Rettung der europäischen Idee.

Dachau – Süditalienische Hitze, Wittelsbacher Ambiente und rund 100 Ehrengäste bildeten am Mittwoch die Kulisse für den Festabend anlässlich der 20-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Dachau und Fondi. Stadträte beider Kommunen, Amtsleiter aus den Rathäusern sowie die früheren Partnerschaftsreferenten Bruno Schachtner, Dominik Härtl und Manfred Sers genossen gemeinsam diesen denkwürdigen Abend im Schloss; die ehemaligen Oberbürgermeister Peter Bürgel und Kurt Piller, ebenfalls am Gedeihen der Partnerschaft beteiligt, weilten zwar im Urlaub, ließen sich aber mit „herzlichsten Grüßen“ entschuldigen.

Am 13. Juli 1998 war die Partnerschaftsurkunde in Fondi offiziell unterzeichnet worden. Aus diesem formellen Akt, so OB Florian Hartmann, entwickelte sich jedoch schnell eine enge Freundschaft, inklusive regelmäßiger Kulturfahrten, Sportaustauschen und gegenseitiger Besuche. Dass sich nun Hartmanns Amtskollege Salvatore De Meo am Mittwochabend in das Goldene Buch der Stadt eintragen sollte, sei daher mehr als nur ein „Stück Papier in der Stadtgeschichte“, sondern ein Zeichen gelebter Völkerverständigung jenseits der großen politischen Bühnen. „Lassen Sie uns auch in den kommenden Jahren die europäische Idee mit Leben füllen“, schloss Hartmann. De Meo stieß ins gleiche Horn: Ja, es gebe derzeit Spannungen in Europa. „Aber unsere Partnerschaft zeigt, dass die Bürger sich dennoch miteinander einig fühlen!“

Die Einweihung des Fondi-Parks hinter dem Ernst-Reuter-Platz gestern Mittag geriet ähnlich staatstragend: Die Knabenkapelle intonierte die deutsche, die italienische und die europäische Hymne. Der Park, so Hartmann, möge die Menschen zusammenführen „in unserem gemeinsamen europäischen Haus“. Der neue Fondi-Park passe perfekt nach Dachau-Ost: Der Stadtteil sei „pulsierend, bunt und international geprägt“. De Meo revanchierte sich prompt: Dachau werde im Oktober ebenfalls einen Platz in Fondi erhalten. Dieser genauso wie die Freundschaft zu Dachau „bleibt für immer!“

Zum Schmunzeln wurde es dann allenfalls, als De Meo sich dafür bedankte, dass der Dachauer Stadtrat sich einmütig für die Einrichtung des Parks entschieden hätte. „Das ehrt mich wirklich sehr“, so De Meo.

Tatsächlich hatte es wochenlange Diskussionen über den Standort gegeben (wir berichteten), und letztlich hatte die Rathausverwaltung für eine geeignete Kompromisslösung sorgen müssen. Stadtrat Horst Ullmann, dessen Bürger-für-Dachau-Fraktion eigentlich den Unteren Markt als Standort vorgeschlagen hatte, betonte daher gestern – bei aller Freude mit den italienischen Freunden: „Der Platz ist wirklich toll geworden. Aber am Unteren Markt wär’s noch schöner gewesen!“

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