280 Beamte der Bepo Dachau beim G20-Gipfel

Bei den Krawallen in vorderster Linie

280 Dachauer Bereitschaftspolizisten waren bei den Ausschreitungen während des G-20-Gipfels in Hamburg an vorderster Front im Einsatz. Mancher durchlebte die Hölle im Kampf gegen den schwarzvermummten Mob.

Dachau/Hamburg – Wie wir mittlerweile wissen, kamen die ganz in schwarz gekleideten Gewalttäter von Hamburg nicht nur aus der Hansestadt selbst oder nur aus Deutschland. Der Mob sprach Spanisch, Italienisch, Englisch oder Russisch. Wegen konkreter Straftaten wurden festgenommen: 132 Deutsche, acht Franzosen, sieben Italiener, fünf Schweizer. Aus dem Verkehr gezogen wurden überdies laut Hamburger Polizei 158 Deutsche, 20 Italiener, 17 Franzosen und vier Schweizer. Das gut vorbereitete, multinationale Konglomerat des Schreckens wütete in den Tagen während des G-20-Gipfels vor allem im Schanzenviertel. Mittendrin: 280 Frauen und Männer aus allen Einheiten der insgesamt rund 1000 Kräfte der Bereitschaftspolizei Dachau, darunter die Wasserwerferstaffel.

„Sie waren an vorderster Linie im Einsatz – bei Hausräumungen, Absperrungen oder Räumungen von Barrikaden“, sagt Günter Pelzel, Pressesprecher der bayerischen Bereitschaftspolizei. In der zu trauriger Berühmtheit gelangten Straße Schulterblatt beispielsweise flogen ihnen von Zwillen abgefeuerte Stahlkugel, Molotowcocktails, Pflastersteine und weitere, hoch gefährliche Gegenstände um die Ohren. Es grenzt an ein Wunder, dass es unter den Dachauer Polizisten „nur“ zehn Leichtverletzte gab; sieben bei den Spezialkräften des Unterstützungskommandos (USK) sowie drei bei den übrigen Kräften. Bei den Verletzungen handelt es sich um blaue Flecken oder Prellungen. „Die Schutzausrüstung hat gehalten und Schlimmeres vermieden. Wir sind glimpflich davongekommen“, so ein Beamter der Dachauer Bepo. Nach rund 60 Stunden Einsatz bei wenigen Stunden Schlaf dazwischen ist erst einmal Freizeit angesagt.

Thomas Zimmerly

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