Großbrand in Oberau: Familie verliert ihre Wohnung

Großbrand in Oberau: Familie verliert ihre Wohnung
Auch auf der Terrasse des Bistros gibt es Getränke ab sofort nur noch im Papp- oder Mehrwegplastikbecher. foto: hab

“Immer wieder Leute erwischt“

Scherbengefahr im Dachauer Familienbad: Jetzt reagiert die Bistro-Betreiberin

Barfuß in eine Glasscherbe treten: eine schmerzhafte Vorstellung für jeden Freibad-Besucher. Im Dachauer Familienbad ist es jedoch häufiger vorgekommen, das Gäste ihre Gläser – verbotenerweise – mit zum Beckenrand genommen haben. 

Dachau – Getränke gibt es ab diesem Jahr im Dachauer Familienbad nur noch in Papp- oder Mehrwegplastikbechern. Aufgrund dessen machte sich bei so manchen Badegästen ein gewisser Unmut breit: Wird da nicht die Umwelt vernachlässigt?

Wenn man einen Tag im Freibad verbringt, möchte man sich schließlich ganz andere Gedanken machen: Man liegt auf seinem Handtuch im Freibad, ist in ein spannendes Buch vertieft – und genießt dazu ein kaltes Getränk. Und wird es einem doch zu heiß, sind es nur wenige Meter ins angenehme, kühle Nass. Was kann es Schöneres geben an einem heißen Sommertag? Der Freibadbesucher braucht an heißen Tagen aber nicht nur seine Badesachen – auch kulinarisch will man gut versorgt sein. Im Familienbad sorgt daher das Bistro „H2O Lounge“ für Getränke und Essen. Dort werden seit diesem Jahr allerdings keine Gläser mehr ausgegeben.

Glas-Kontrolle kaum möglich

„Das Glas haben wir aus Sicherheitsgründen gänzlich abgeschafft“, erklärt die Bistro-Betreiberin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will. Es sei nämlich des Öfteren vorgekommen, dass Gäste die Gläser, die eigentlich nur im Café-Bereich zugelassen sind, mit zum Beckenrand genommen hätten. Dabei habe es für Besucher, die ihre Getränke mitnehmen wollten, schon immer Papp- bzw. Plastikbecher gegeben, erklärt sie. Dass manche ihre Gläser mitgenommen haben, sei aufgrund der Vielzahl an Gästen auch nicht kontrollierbar gewesen, sagt die Bistro-Betreiberin.

„Es gab tatsächlich täglich mindestens vier oder fünf Leute, die wir in den vergangenen Jahren am Beckenrand mit Gläsern erwischt haben“, berichtet Walter Hiechinger, ein Schwimmmeister des Familienbades. „Natürlich stellt das Glas am Beckenrand eine große Gefahrenquelle dar. Hier laufen schließlich viele Gäste barfuß herum“, erklärt der Schwimmmeister. „Darum finde ich es sehr gut, dass nun keine Gläser mehr ausgegeben werden.“

Mehrweg-Becher gegen Pfandgeld

Auch Barbara Kern, die Abteilungsleiterin von der Abteilung Bäder der Stadtwerke Dachau, stimmt den Worten des Schwimmmeisters zu: „Das Glas am Beckenrand stellt eine Gefahr dar. Außerdem wurden auch letztes Jahr schon Plastik- und Pappbecher im Bistro ausgegeben – eben für alle, die ihr Getränk nicht im Bistro selbst trinken wollten.“ Da habe sich aber niemand beschwert, sagt Kern. Außerdem wird auch auf die Umwelt geachtet: Es handelt sich großteils um Mehrweg-Becher, die nur gegen ein Pfandgeld ausgegeben werden.

Besucher können also aufatmen: Die Glas-Gefahr im Familienbad ist nun gebannt – und dabei wurde auch die Umwelt nicht vergessen.

Nathalie Neuendorf

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