1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau
  4. Dachau

Landkreis Dachau: Abiturprüfungen „fast wie vor Corona“

Erstellt:

Kommentare

In kleinen Gruppen mussten die Abiturprüfungen in den vergangenen Jahren stattfinden. Eine Schule im Landkreis hält daran trotz des deutlich höheren Raumbedarfs und Organisationsaufwandes auch heuer noch fest.
In kleinen Gruppen mussten die Abiturprüfungen in den vergangenen Jahren stattfinden. Eine Schule im Landkreis hält daran trotz des deutlich höheren Raumbedarfs und Organisationsaufwandes auch heuer noch fest. © Symbolbild: dpa

Die Normalität kehrt wieder zurück – auch bei den Abiturprüfungen, die an diesem Mittwoch beginnen. Die drei Gymnasien im Landkreis Dachau regeln die Prüfungsbedingungen allerdings doch noch unterschiedlich.

Dachau – Heute beginnen die Abiturprüfungen in Bayern, mit Deutsch als Auftakt. Die diesjährigen Abiturienten haben die gesamte Oberstufe im Ausnahmezustand verbracht. Nach zwei Jahren mit Schulschließungen, Distanzunterricht, Quarantäne sowie Maskenpflicht und Coronatests, stehen die jungen Erwachsenen nun kurz vor dem Ende ihrer Schulzeit. Unter diesen Voraussetzungen müssen die Abiturienten im Landkreis Dachau ihre Abschlussprüfungen absolvieren.

„Fast wie vor Corona“, beschreibt der Schuldirektor des Josef-Effner-Gymnasiums, Peter Mareis, die Bedingungen für seine aktuellen Prüflinge. Während des Abiturs findet auch der Unterricht für die anderen Klassen regulär statt und es besteht keine Testpflicht mehr. Ein Abstand von drei Metern werde noch gewährleistet, erklärt Mareis. Die Abschlussklausuren werden wieder in der Turnhalle geschrieben – nicht wie in den zwei Jahren zuvor auf die Klassenzimmer verteilt.

ITG verteilt Prüflinge auf Klassenzimmer

Dahingegen regelt das Ignaz-Taschner-Gymnasium den Ablauf des Abiturs noch anders. „Die Maßnahmen und vor allem die Abstände werden wir noch streng durchhalten, wie im letzten Jahr“, berichtet Schulleiter Erwin Lenz. Die Schüler werden weiterhin in Gruppen von höchstens fünfzehn Personen das Abitur in den Klassenräumen bestreiten, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Aufgrund der Verteilung auf die Klassenzimmer, kann der Schulbesuch nicht für alle Schüler parallel zum Abitur ablaufen. Coronatests müssen nicht mehr durchgeführt werden, eine Maskenempfehlung wurde aber noch ausgesprochen. „Die 149 Abiturienten sind gelassen und gefasst in Bezug auf die Bedingungen der Abschlussprüfungen – sie kennen die Situation ja nun schon seit zwei Jahren“, verrät Lenz.

Auch das Gymnasium Markt Indersdorf hält die Prüfungen in den Klassenräumen ab, allerdings ist das keine Coronamaßnahme, sondern der Normalfall für die Abiturienten der Schule. „Wir freuen uns über die einkehrende Normalität“, sagt der Schulleiter Thomas Höhenleitner. Die Masken müssen die Schüler nicht mehr tragen, auch die Testpflicht fällt weg. Um den Mindestabstand einzuhalten, werden aber mehr Klassenzimmer als sonst zur Verfügung gestellt und somit erhöht sich auch die Zahl der Aufsichtspersonen. Daher werden die Klassen acht bis elf Distanzunterricht haben. „Die Schüler blicken den Abiturprüfungen mit einer Mischung aus Anspannung sowie Erleichterung über das Ende der Schulzeit entgegen“, schildert Höhenleitner die Stimmung unter seinen Abiturienten. Obwohl der Oberstudiendirektor selbst gerade noch unter Quarantäne steht, hoffe er, dass all seine Absolventen das Abitur bestehen. Auch die Dachauer Nachrichten wünschen den Schülern viel Erfolg bei den Abschlussprüfungen. Nele Behrens

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Dachau finden Sie auf Merkur.de/Dachau.

Auch interessant

Kommentare