Isabel Seeber Candisserie Regale
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Begeistert vom Geschäftsleben in Dachau: Isabel Seeber in ihrer Candisserie. Foto: sim

Abschied und Neuanfang

Münchner Straße in Dachau: Vier Geschäfte schließen, Nachfolge gesichert

In der Münchner Straße in Dachau stehen Veränderungen an, was das Geschäftsleben betrifft. Einige Betriebe schließen, doch Isabel Seeber, Vorsitzende des Gewerbeverbands „Dachau handelt“ und der Ortsgruppe des Bunds der Selbständigen (BDS), versichert: Es wird „absolut“ keinen Leerstand geben!

Dachau – Der Obst- und Gemüsestand von Georg und Monika Treybl im Pavillon neben der Sparda-Bank macht nach 35 Jahren zu, weil die Treybls in den wohlverdienten Ruhestand gehen (mehr dazu hier). Das „Patchouli“ hat Räumungsverkauf, das Eiscafé „Riviera“ schließt nach fast 40 Jahren familiär bedingt in Dachau seine Türen. Schuhmode Hablitzel wurde von der Corona-Pandemie und dem Online-Handel hart getroffen, begründet Petra Hablitzel die Schließung ihres Dachauer Traditionsunternehmens. Und das ehemalige Modegeschäft an der Ecke Münchner Straße/Sparkassenplatz steht immer noch leer.

Droht also ein Leerstand, ein Ausverkauf der beliebten Dachauer Einkaufsmeile? Droht Dachau ein ähnliches Schicksal wie vielen Kleinstädten, in denen immer mehr kleine Geschäfte dicht machen, die Kunden wegbleiben?

Isabel Seeber, Vorsitzende des Gewerbeverbands „Dachau handelt“, aber zuversichtlich. Die Inhaberin der Candisserie weiß aus zuverlässigen Quellen, dass alle Geschäfte nahtlos wieder mit Leben gefüllt sein werden sollen. Seeber ist auch im Vorstand des Deutschen Süßwarenverbands und kennt die Situation in anderen Regionen. „So ein belebtes Miteinander wie in Dachau gibt es sonst nirgendwo“, schwärmt die Dachauer Geschäftsfrau, die ihre Candisserie im Hundertwasserhaus an der Münchner Straße und das Atelier in der Schleißheimer Straße gut durch die Corona-Krise gebracht hat.

Keinen ihrer 16 Mitarbeiter hat Isabel Seeber entlassen. Alle haben zusammen gehalten und die Krise soweit gemeistert. Das bevorstehende Weihnachtsgeschäft wird allerdings jetzt richtungsweisend sein. „Ich habe den Eindruck, dass es bei den Läden, die sich reingehängt haben in der Corona-Krise, richtig gut läuft“, schätzt Seeber die Lage ihrer Kollegen ein. Und wer jetzt ein neues Geschäft eröffne oder expandiere, beweise unternehmerischen Geist, betont die Candisserie-Chefin. Sie selbst aber blickt positiv in die Zukunft. Simone Wester

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