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Idyllisch gelegen nahe der Amper ist das Grundstück am Amperweg 18. In zwei Jahren soll dort eine Wohnanlage inklusive Kinderhaus stehen. 

Sozialausschuss billigt Konzept für Neubau am Amperweg

19 Wohnungen und viel Platz für Kinder

Auf dem städtischen Grundstück am Amperweg 18 rollen Ende des Jahres die Bagger an. Denn: Dort, wo heute noch eine Obdachlosenunterkunft steht, sollen bald ein Kinderhaus sowie Sozialwohnungen gebaut werden.

Dachau – Die Vorgabe der Stadtbau GmbH an die Planer war nicht einfach: Auf dem leicht hängenden, rund 1800 Quadratmeter großen Grundstück am Amperweg 18 sollte ein Kinderhaus inklusive Kindergarten und Krippe entstehen sowie geförderter Wohnraum – beides getrennt voneinander. Das Dachauer Architekturbüro Hain-Fischer lieferte dazu nun ein erstes Konzept, dem der Familien- und Sozialausschuss des Stadtrats seine einstimmige Zustimmung gab.

Demnach soll im Erdgeschoss des Gebäudes das Kinderhaus unterkommen, bestehend aus zwei Kindergartengruppen à 25 Kinder sowie einer Krippen-Gruppe mit zwölf Kindern. Ebenfalls im Erdgeschoss, aber mit separatem Eingang, werden drei Wohnungen gebaut. Die übrigen 16 Wohnungen – mit mindestens zwei und maximal vier Zimmern – kommen im ersten Stock beziehungsweise im Dachgeschoss unter. Hinzu kommen eine Tiefgarage sowie ein mit zehn Quadratmetern pro Kind relativ kleiner Außenspielbereich für das Kinderhaus. Wie Hendrik Röttgermann, Geschäftsführer der Stadtbau GmbH, im Ausschuss mitteilte, werden alle Wohnungen barrierefrei ausgebaut.

Der Zeitplan ist ambitioniert: Ende dieses Jahres, so Röttgermann, sollen die Bagger anrollen und die alte Obdachlosenunterkunft abreißen. Baubeginn ist dann für das Frühjahr 2019 vorgesehen, im Herbst 2020 dann soll das Haus bezogen werden können. Auch das Kinderhaus soll bereits im September 2020 in Betrieb gehen, wobei Röttgermann zugibt: „Das wird knapp, aber wir werden es auf jeden Fall versuchen!“ Warum nicht schon jetzt angefangen werde zu bauen, erklärte Röttgermann so: Aktuell gebe es noch „verschiedenste vertragliche Dinge“ zu regeln; die Stadt müsse bei der Regierung erst noch einen Förderantrag für den Kindergarten und die Stadtbau einen Förderantrag für die Sozialwohnungen stellen.

Wenn das Gebäude aber irgendwann fertig ist, dürfen sich vor allem die Kinder auf eine moderne Anlage freuen. Im Garten etwa soll ein Spielband ein „thematisches Spiel“ erlauben, so die Architekten; es sollen Schaukeln, ein Kriechrohr, eine Rutsche, Hüpfspiele und ein Spielturm entstehen. Auch ein Sandkasten – „Sand ist wichtig“, fand Stadträtin Katja Graßl (CSU) – soll den Kindern laut Architektin Hain-Fischer zur Verfügung stehen.

Für die Familie, die zuletzt in dem alten Haus am Amperweg 18 untergebracht war, wurde bereits eine neue Bleibe gesucht. Der Abriss und die Neubebauung des Grundstücks sind Teil des vor zwei Jahren im Stadtrat beschlossenen Plans, in der Stadt 200 neue Sozialwohnungen zu bauen.

Stefanie Zipfer

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