Mann in Schutzkleidung beim Durchführen eines Corona-Tests.
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Der Anstieg von Coronafällen im Landkreis Dachau führt zu Einschränkungen.

Weniger Personen bei Feiern, Maske in Schulen – Kein Infizierter in Klinik

Anstieg führt zu Einschränkungen

Der Anstieg der Coronainfektionen wird nun auch im Landkreis Dachau Konsequenzen haben, teilte das Landratsamt Dachau am Montag mit. Es kommt zu Einschränkungen.

Landkreis – Das Gesundheitsamt Dachau meldete einen starken Anstieg bei den SARS-CoV-2-Infektionen über das vergangene Wochenende. „Alleine am Wochenende haben wir an unserem Testzentrum in Markt Indersdorf 25 Neuinfektionen verzeichnen müssen, bei insgesamt 690 Testungen“, teilt der Mediensprecher des Landratsamts, Wolfgang Reichelt, mit.

Stand die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag mit 34,44 noch knapp unter dem Warnwert von 35, fiel diese am Sonntag sogar auf 31,16, um dann am Montag (Stand 13 Uhr) auf knapp über 42 anzusteigen.

Allerdings haben die Infizierten laut Reichelt allesamt „keine bis wenige Symptome“. Kein einziger der Betroffenen musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Überhaupt wird derzeit keine einzige Person wegen einer Covid-19-Erkrankung im Helios Amper-Klinikum Dachau behandelt.

Landrat Stefan Löwl berief umgehend den internen Coronastab ein und hat die Mitglieder der Koordinierungsgruppe Pandemie zu einem vorgezogenen Treffen am kommenden Mittwoch ins Landratsamt eingeladen. Aufgrund der Entwicklung wird derzeit außerdem eine Allgemeinverfügung erarbeitet, die zu merkbaren Einschränkungen führen wird. „Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger, bereits jetzt schon auf Feiern in privaten Räumen zu verzichten oder zumindest die Teilnehmerzahl deutlich zu beschränken“, erklärt Löwl. Nicht alles was (noch) erlaubt sei, sei in dieser Situation sinnvoll, so der Landrat. Gerade das ausgelassene Treffen mit Freunden oder das Familientreffen mit den Großeltern sollten nun unbedingt vermieden werden.

In der – bei gleichbleibender oder steigender Inzidenz – wohl am Donnerstag in Kraft tretenden Allgemeinverfügung wird es verbindliche Teilnehmerbeschränkungen geben. Für private Feiern in öffentlichen Räumen werde man eine maximale Teilnehmerzahl von 25 Personen, im Freien von 50 Personen vorgeben, so Mediensprecher Wolfgang Reichelt. Dies gelte insbesondere bei Hochzeiten, Geburtstagen, Beerdigungen, Vereins- oder Parteiveranstaltungen.

Auch an den Schulen werde es erneut weitere Einschränkungen geben, so die Behörde. So müssen zumindest die Kinder ab der fünften Jahrgangsstufe die Mund-Nasen-Bedeckung am Platz tragen, wenn in den Klassenräumen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet ist. Auch die Lehrkräfte müssen den Schutz tragen, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. In Kindertageseinrichtungen und Horten sind nach dem Rahmenhygieneplan feste Gruppen einzurichten. Der Besuch mit leichtem Schnupfen und oder gelegentlichem Husten ohne Fieber und ohne Kontakt zu infizierten Personen ist jedoch vorerst weiterhin zulässig.

Ziel sei es, das Infektionsgeschehen einzuschränken, zumal sich der Virus im gesamten Landkreis ausbreite, so Reichelt. „Ein Schwerpunkt der Ansteckungen ist aktuell nicht erkennbar. Vielmehr gibt es in verschiedenen Landkreisgemeinden und der Stadt Dachau nachvollziehbare Infektionswege, aber immer wieder auch positive Testergebnisse, wo die Infektionsketten – noch – nicht bekannt sind“, so Reichelt.

Veranstaltungen abgesagt

Nach Rücksprache mit dem Landratsamt haben sich die örtlichen Verantwortlichen dazu entschlossen, den für 18. Oktober geplanten Marktsonntag in Petershausen abzusagen. Auch der Dachauer Moos-Verein hat die Abschlussveranstaltung des Biodiv-Projekts „Neues Leben im Dachauer Moos“, das am kommenden Freitag stattfinden sollte, abgesagt.

mm

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