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So wird es nun laufen: Werkleiter Sebastian Gruber erklärt OB Florian Hartmann die neue Strukturierung. 

Arbeitsplatzgarantie bis 2025

Aufatmen bei der MAN

Aufatmen bei den Beschäftigen des MAN-Werkes Dachau: Nacheinem zweijährigen Umstrukturierungsprozess gab MAN gestern bekannt, dass alle Arbeiter eine Arbeitsplatzgarantie bis 2025 haben.

Dachau – „Der Produktionsstandort München ist ohne Dachau nicht vorstellbar“, meint Saki Stimoniaris, Vorsitzender des Betriebsrates Dachau. Vor zwei Jahren gab es schon Anzeichen, dass sich im ehemaligen weltweiten Ersatzteillager in Dachau-Ost gravierend etwas ändern muss. Der Standort hatte mit den Ersatzteilen nur ein „Standbein“. Die Auftragslage sei für das hiesige Werk nicht berauschend gewesen und erste Mitarbeiter bangten um ihre Berufe. Für den Betriebsrat stand fest: Dachau muss aufrecht erhalten werden. Dachau sei zwar nicht bekannt für seine Autobahnanbindung,, es gebe bessere, so Stimoniaris, „aber es ist ein Betrieb mit Tradition: Ganze Familien, von Opa bis Enkel arbeiten hier“. Stolz gaben die Verantwortlichen des Lkw-Herstellers gestern bekannt, dass der Standort auch in Zukunft erhalten bleibt.

Das bisherige Geschäft, der weltweite Ersatzteilversand, wurde nun auf einen regionalen Raum verkürzt. Dafür ist das Werk nun direkter Zulieferer für die Produktionsstätte in München. „Das Werk Dachau hängt nun an dem Schicksal von dem Werk in München ab“, erklärte Stimoniaris. Laut dem Dachauer Werkleiter Sebastian Gruber gilt die Produktionsstätte in München als Herzstück des DAX-Unternehmens. „Sind Münchens Fließbänder voll, sind es auch die Dachauer.“ Außerdem hat der Betrieb knapp 22 Millionen Euro in das Gelände investiert.

Für OB Florian Hartmann ist „ganz klar, dass MAN eines der bedeutendsten Unternehmen des Landkreises ist“. Er lobte, dass trotz der Strukturierungsmaßnahmen die knapp 500 Arbeitsplätze erhalten bleiben. Gleichzeitig sicherte er dem Betrieb zu, dass die Stadt immer ein offenes Ohr haben werde. Als Beispiel für dieses offene Ohr nannte er eine Bürgerversammlung: Auf dieser hatte Gruber gebeten, die ÖPNV-Anbindung zum Gelände in Dachau-Ost zu verbessern. „Mitarbeiter der Spätschicht werden demnächst dank einer Fahrplanerweiterung profitieren: Die Linie 744 fährt passend zum Dienstende mit einem weiteren Bus zum Bahnhof“, verkündete Hartmann.

Im Gegenzug tut MAN etwas für das Ansehen der Stadt. In der Abteilung „Vorverpackung“, in der massenangefertigte Ersatzteile in kleinen Einheiten verpackt werden, entstehen 70 neue Arbeitsplätze. Diese sind speziell ausgerichtet für Menschen, die in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt sind.

Neben der Modernisierung des Geschäftsablaufs wurden auch die Gebäude auf den neuesten Stand gebracht. Die gelbe Fassade wurde gegen modernen Stoff ausgetauscht und somit ein Beitrag für den Umweltschutz geleistet.

Till Hey

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