+
Wünschen sich neue Kollegen: Julia Obeser (links) und Bettina Wagner von pfiff.

Partner für Familienunterstützung, Inklusion, Fachberatung und Freizeit

Eine Arbeit mit Pfiff

Derzeit arbeiten 50 ehrenamtliche Mitarbeiter bei „pfiff“, etwa 30 sind regelmäßig dabei. Deshalb ist pfiff immer auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Hier wird Menschen mit Behinderung geholfen.

Dachau „Ohne die vielen Frauen und Männer, die in Deutschland ein Ehrenamt ausüben, wäre unser Land um vieles ärmer und unser Gemeinwesen so nicht denkbar“, wusste schon Helmut Kohl. Über engagierte, ehrenamtliche Mitarbeiter würde sich die gemeinnützige GmbH (gGmbH) pfiff freuen. Deshalb bietet der Partner für Familienunterstützung, Inklusion, Fachberatung und Freizeit, kurz pfiff, am morgigen Donnerstag, 19. April, einen offenen Infoabend zum Thema „Assistenz für Menschen mit Behinderung“ an.   

„Es ist eigentlich immer ganz toll. Man kann den Menschen so leicht eine Freude machen!“ Der Gedanke an ihre ehrenamtliche Tätigkeit bei der pfiff gGmbH zaubert Julia Obeser ein Lächeln ins Gesicht. Seit März 2017 betreut die 19-Jährige, wenn es ihre Zeit zulässt, Menschen mit Behinderung. In vier Wochen stehen bei Julia, die aus der Nähe von Markt Indersdorf kommt, die Abiturprüfungen an, weshalb sie ihren Fokus natürlich aktuell vor allem hierauf legt. Trotzdem will sie auch noch nach dem Beginn ihres Studiums unbedingt weiterhin als Ehrenamtliche bei der gemeinnützigen GmbH tätig bleiben.

Auf die Frage, wie sie auf die Idee kam, sich für ein Ehrenamt zu bewerben, antwortet die 19-Jährige: „Ich mache generell viel in Vereinen. Beispielsweise leite ich auch Gruppenstunden mit Kindern im Alter von sieben bis 15 Jahren in unserem Pfarrverband. Da meine Mama in der Verwaltung arbeitet, hat sie dort den Aushang gesehen, dass sie bei pfiff jemanden suchen, der sich ehrenamtlich engagieren möchte. Daraufhin habe ich mich dann beworben. Und da ich auch davor schon Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Behinderung sammeln konnte, wusste ich bereits, dass mir das Spaß macht.“

Bettina Wagner, Sozialmanagerin und Leiterin bei pfiff, ergänzt: „Julia hatte natürlich die besten Voraussetzungen. Aber generell werfen wir niemanden ins kalte Wasser und führen natürlich erst einmal Interviews mit den Bewerbern. Es ist eben wichtig, dass es den Ehrenamtlichen – so wie Julia – Spaß macht.“

Darüber hinaus werde ebenfalls darauf geachtet, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Tätigkeit bei pfiff mit ihrem Berufsleben oder Ähnlichem vereinbaren könnten, so Wagner. „Wir versuchen, die Leute nach ihren Möglichkeiten einzusetzen. Das Ganze soll ja auch nicht in einen riesigen Stress ausarten. Nichtsdestotrotz kann es vorkommen, dass manche es eben nicht mehr mit ihrem Leben vereinbaren können und dann aufhören. Das ist dann zwar schade, aber selbstverständlich kein Problem – die Tätigkeit ist ja schließlich freiwillig.“

Derzeit arbeiten ungefähr 50 ehrenamtliche Mitarbeiter bei pfiff, wobei nur etwa 30 regelmäßig dabei sind. Deshalb ist pfiff immer auf der Suche nach neuen, engagierten Mitarbeitern.

Die Aufwandsentschädigung in Höhe von 10 bis 12 Euro pro Stunde sollte aber nicht der einzige Anreiz sein, sich zu bewerben. „Ich bin Schülerin“, meint Julia Obeser. „Natürlich ist da eine kleine Bezahlung nichts Schlechtes. Aber es ist nicht der Grund für meine Bewerbung gewesen.“ „Erfahrungsgemäß freuen sich die meisten natürlich über die Aufwandsentschädigung“, ergänzt Bettina Wagner. „Aber man darf nicht vergessen, dass Julia bei der Mehrzahl der anderen Studentenjobs mehr verdient hätte. Ich denke, die Kombination aus der Tätigkeit, die den Ehrenamtlichen am Herzen liegt, und der Aufwandsentschädigung macht es für die meisten aus.“

Julia Obeser erinnert sich an ein besonderes Erlebnis während ihrer Tätigkeit: „Ich habe letztes Jahr in der Ferienbetreuung Briefe von einem der zu betreuenden Jugendlichen bekommen, wie nett und toll ich bin. Die Briefe habe ich heute noch.“

Zu der von Julia erwähnten Ferienbetreuung können Eltern ihre Kinder von 8 bis maximal 17 Uhr bringen. Dabei sind sowohl Kinder ohne Behinderung im Alter von 6 bis 12 Jahren als auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung bis zum Ende ihrer Schulpflicht willkommen. Darüber hinaus gibt es auch die Formen der Einzel-, Gruppen- und Reisebetreuung.

Weitere Informationen über die pfiff gGmbH gibt es am Donnerstag, 19. April, um 18 Uhr in der Konrad-Adenauer-Straße 15 in Dachau. Anmeldungen dazu werden online unter www.pfiff-franziskuswerk.de entgegen genommen.

nn

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Altomünsterer Frauenbund spendet 80 Herzkissen
Häufig sind es die kleinen Dinge, mit denen man Mitmenschen helfen und eine Freude machen kann.
Altomünsterer Frauenbund spendet 80 Herzkissen
Die seltsamen Launen einer Wahl und ihre Folgen für den Landkreis
Bernhard Seidenath muss im Maximilianeum künftig allein die Interessen des Landkreises vertreten. Die SPD kämpft ums Überleben, während die Freien Wähler bereits ihre …
Die seltsamen Launen einer Wahl und ihre Folgen für den Landkreis
Große Trauergemeinde nimmt Abschied von ehemaligem Rektor Herbert Geurtzen
Unter großer Anteilnahme wurde am vergangenen Wochenende in Odelzhausen Herbert Geurtzen zu Grabe getragen.
Große Trauergemeinde nimmt Abschied von ehemaligem Rektor Herbert Geurtzen
Rollerfahrer wird übersehen: Mann (63) stürzt und verletzt sich
Ein 63-jähriger Rollerfahrer aus Karlsfeld hat sich am Dienstagnachmittag in Dachau bei einer Kollision mit einem Auto leicht verletzt.
Rollerfahrer wird übersehen: Mann (63) stürzt und verletzt sich

Kommentare