Begeistert sind die ersten Besucher der Ausstellung am ITG über Augustenfeld. mik

P-Seminar beleuchtet Augustenfeld's Geschichte

Augustenfeld - gestern und heute

Dachau - Augustenfeld, das ist der Ort den Geschichts-Lehrerin und Historikerin Heidi Bäuml schon ihr halbes Leben Heimat nennt. Der Grund, warum sie ein P-Seminar „Augustenfeld gestern und heute" nannte und Schüler in der Geschichte wühlen ließ.

„Von der Stadt Dachau gibt es ein Haufen Literatur - vom 200 Jahren jungen Augustenfeld dagegen kaum“, merkte Schulleiter Erwin Lenz bei der Ausstellungeröffnung in der Aula des Ignaz-Taschner-Gymnasiums an. Doch es gebe viel Material in den Archiven, „das es zu entdecken galt.“

Zehn Schüler des ITG bestritten ein Jahr lang dieses P-Seminar und wühlten sich so durch das Stadtarchiv, um die Geschichte von Augustenfeld darzulegen. Sie spazierten durch Augustenfelds Straßen, fotografierten, sprachen mit Anwohnern, dokumentierten, schrieben und recherchierten. Schließlich unterteilten sie die Chronik in zwölf Themenbereiche. Ihre Ergebnisse zeigen sie nun in der Aula bis zum 22. Januar auf Schautafeln.

Diese informieren die Besucher über die Geschichte Augustenfelds, die Namensgeberin Prinzessin Auguste Amalie, die Kirche St. Peter, den TSV 1865, die Kriegerdenkmäler, die Künstlervillen, die Malerei sowie Landwirtschaft in Augustenfeld, die Moosschwaige und vieles weitere. Bei der Eröffnung mit rund 100 Besuchern, darunter OB Florian Hartmann und Landrat Stefan Löwl, stellten die zehn Schüler ihre jeweilige Arbeit kurz vor.

Dominik Habersetzer beispielsweise war für den Bereich „Augustenfeld gestern und heute - ein Bildvergleich“ zuständig. Er gestand, dass er dieses Thema gewählt hatte, weil sich das nach „wenig Schreibarbeit“ anhörte. Seine Offenheit brachten ihm im Publikum direkt einige Sympathiepunkte. Seine Fotos stellte er Abbildungen aus dem Dachauer Stadtarchiv gegenüber. „Ohne dieses Projekt wäre ich nie in das Archiv gegangen oder hätte mich dort umgesehen.“ Er resümierte: „Das war eine interessante Erfahrung“.

Er sowie Lehrerin Bäuml dankten dem Stadtarchivar Andreas Bräunling für seine Unterstützung. Am Anfang stand eine Führung durch das Archiv und ein Vortrag über seine Arbeit. Ohne ihn hätten die Schüler viele Tage mehr im Archiv verbringen müssen. Er sorgte außerdem auch für einige besondere Exponate, die es neben den Schülerplakaten zu sehen gibt, beispielsweise Originalfotos und Kunstdrucke.

Die Schülerin Alexandra Schuhbauer, die sich mit den Schulen in Augustenfeld und damit auch mit ihrer eigenen Schule - dem ITG - befasste, nannte noch eine ganz andere Bereicherung: „Ich fand es toll, im P-Seminar zu erleben, wie viele verschiedene Leute an einem Projekt zusammen arbeiten.“

Die musikalische Gestaltung übernahm das Quartett der Q12 unter der Leitung von Jutta Wörther.

Die Ausstellung

ist bis zum 22. Januar in der Aula des ITG während der Öffnungszeiten der Schule, von 8 bis 15.30 Uhr zu sehen.

(mik)

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