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Stadt Dachau vergibt großes Festzelt an Augustiner – Bierpreis steigt empfindlich an

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Von: Stefanie Zipfer

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Augustiner statt Spaten: Das Bier wird auch beim nächsten Volksfest fließen, aber nicht mehr so billig sein. Im Jahr 2019, als der OB mit zwei Schlägen anzapfte (Foto), kostete die Mass 6,30 Euro.
Augustiner statt Spaten: Das Bier wird auch beim nächsten Volksfest fließen, aber nie mehr so billig sein. Im Jahr 2019, als der OB mit zwei Schlägen anzapfte (Foto), kostete die Mass 6,30 Euro. © hab

Die Stadt hat sich in Sachen Volksfest neu aufgestellt. Das bedeutet für 2023 einige Änderungen und die schlagen auf den Geldbeutel der Besucher.

Dachau – Die Zeit der Coronapause – zur Erinnerung: 2020 und 2021 gab es pandemiebedingt kein Volksfest – hatte man bei der Stadt dazu genutzt, sich in Sachen Volksfest neu aufstellen.

Los ging es mit dem Bier: Statt Spaten- sollte es fortan Augustiner-Bier geben. Zudem gab man, nach entsprechendem Votum des für das Volksfest zuständigen Kulturausschusses, „die inhaltliche Verknüpfung des Dachauer Volksfestes mit einem niedrigen Bierpreis auf“, wie es damals hieß. Mit anderen Worten: Der Bierpreis stieg erheblich – von 6,30 Euro im Jahr 2019 auf 8,60 Euro im Jahr 2022.

Volksfest 2023: Bierpreis in Dachau wird bei 9,10 Euro liegen

Außerdem wurden die sogenannten „Richtlinien für die Zulassung zum Dachauer Volksfest“ überarbeitet. Die größte Neuerung findet sich dabei unter Punkt 4. Der erste Satz der „Bestimmungen für die Vergabe des großen Festzelts“ lautet seit Mai nämlich: „Das große Festzelt auf dem Dachauer Volksfest wird an eine Brauerei vergeben.“ Anders als früher wird damit nicht mehr ein Dachauer Wirt als Betreiber gesucht.

Dieser Maßgabe entsprechend und eingedenk der Tatsache, dass das Augustiner-Bier im Sommer hervorragend angenommen worden war, hat der Kulturausschuss am Mittwoch in nichtöffentlicher Sitzung für die Jahre 2023 und 2024 das große Zelt nun fix an die Augustiner-Bräu Wagner KG aus München vergeben. Der Preis für eine Mass Bier soll, so teilt es das Rathaus mit, im kommenden Jahr „voraussichtlich“ bei 9,10 Euro liegen.

Volksfest 2023: Wirte bleiben gleich

Immerhin: Der Festwirt bleibt derselbe. Für die Bewirtung wird nach dem Votum der Stadträte weiter Ewald Zechner zuständig bleiben. Keine Änderung gibt es auch beim sogenannten kleinen Festzeltbetrieb: Ulrike Daumer-Rudorfer wird auch in den kommenden beiden Jahren den Franziskaner-Garten betreiben dürfen.

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Der Vergabewechsel vom Wirt hin zu einer Brauerei ist laut Kulturamtsleiter Tobias Schneider eine „logische Geschichte“ und „Stand der Dinge“. Alle großen Volksfeste würden mittlerweile nicht mehr an Wirte, sondern an die Brauereien vergeben – siehe München. Brauereien seien in der Zusammenarbeit einfach eine „sehr gute, sehr sichere Geschichte“. Er habe noch nie gehört, dass eine Kommune mit diesem Modell schlechte Erfahrungen gemacht hätte. Die Stadt, so Schneider, „ist jetzt in einer wesentlich einfacheren Position“.

Brauerei muss sich um einen Festwirt aus dem Landkreis kümmern

Denn: Laut Vergaberichtlinien braucht es für das große Festzelt „zur Wahrung der kommunalen Identität des Dachauer Volksfestes einen in Dachau ansässigen oder tätigen Festwirt“. Um den aber muss sich die Brauerei kümmern. Nur wenn die Brauerei keinen Dachauer Wirt findet, darf sie einen „überregionalen Festwirt vorschlagen“. Das entscheidende Wort ist „vorschlagen“. Der Stadt, so Schneider, obliegt in Sachen Festwirt weiterhin „die letzte Entscheidung“. Da Ewald Zechner, den die Augustiner-Brauerei für die kommenden beiden Jahre vorschlug, den Richtlinien entsprechend nicht nur Dachauer, sondern auch „zuverlässig und geeignet“ ist sowie über „entsprechende Referenzen verfügt“, war für den Kulturausschuss die Sache leicht zu entscheiden.

Inwieweit über den neuen Bierpreis in der nichtöffentlichen Sitzung diskutiert wurde, war im Nachgang nicht zu erfahren. Dass die Zeiten des ganz billigen Biers vorbei sein dürften, ist laut dem Kulturamtsleiter ja schon lange beschlossene Sache: „Mit billigem Bierpreis zu werben, haben wir doch schon in diesem Jahr aufgegeben.“ Und 9,10 Euro für eine Mass Bier sei ja im Vergleich mit anderen Festen und angesichts der allgemeinen Inflation immer noch „günstig“.

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