Bürgerbeteiligung beim Bau des Spielplatzes am Wasserturm in Dachau

Kinder dürfen ihren Spielplatz mitgestalten

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Der Familien- und Sozialausschuss hat einstimmig beschlossen,  die Bürger bei der Gestaltung des Spielplatzes am Wasserturm zu beteiligen. Und zwar nicht alle Dachauer - sondern die „Hauptnutzer“.

Dachau – „Neue Wege“ wollte die Fraktion der Überparteilichen Bürgergemeinschaft (ÜB) Dachau mit ihrem Antrag gehen, die Bürger an der Gestaltung des Spielplatzes am Wasserturm in der Dachauer Altstadt zu beteiligen (wir berichteten).

Demnach sollte der Familien- und Sozialausschuss, wie bisher, das Budget für die Renovierung des Platzes festlegen. Erstmals aber sollte nicht die Stadtverwaltung allein über die Verwendung des Budgets und die Planung der Spielfläche entscheiden dürfen, sondern auch die Dachauer ein Wörtchen mitreden. Vorbild dieser Art der Bürgerbeteiligung war für die ÜB der Neubau des Hallenbads, bei dem die Bürger ebenfalls an der Planung beteiligt gewesen seien.

Bei der Stadt wie auch bei den Stadträten stieß der ÜB-Vorstoß aber auf verhaltene Begeisterung. Klar, Bürgerbeteiligung sei eine gute Sache, hieß es aus allen Fraktionen. Allerdings seien „der Bau eines Hallenbads und die Sanierung eines Spielplatzes weder in ihrer Dimension noch in ihrer Bedeutung für Dachau vergleichbar“, hieß es etwa aus der zuständigen Abteilung Stadtgrün und Umwelt. Eine Bürgerbeteiligung bedeute zudem einen gewissen bürokratischen Aufwand und damit eine mindestens dreimonatige Zeitverzögerung.

Am Ende einigte man sich nun auf einen von Oberbürgermeister Florian Hartmann ideeierten Kompromiss. Der besagt: Nicht alle Dachauer Bürger werden beteiligt, sondern nur die, die es aufgrund der räumlichen Nachbarschaft zum Spielplatz auch wirklich betrifft. Und das sind in diesem Fall die kleinen Besucher des Klosterkindergartens, der Froschvilla und der Klosterschule.

Einstimmig erteilte der Ausschuss der Verwaltung daher am Mittwoch den Auftrag, die „Wünsche und Anregungen der Hauptnutzergruppen“ zu sammeln, auszuwerten und „sinnvoll umzusetzen“. Kleiner, eventuell sogar willkommener Nebeneffekt: Bei der Frage über Schaukel oder Wippe lernen die Kinder bereits in ihrem zarten Alter die Vorzüge, aber auch die Tücken echter Demokratie kennen.

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