Die Baumaschinen im Neubaugebiet westlich der Münchener Straße in Hilgertshausen arbeiten derzeit an der Erschließung. foto: bb

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Baumaschinen nehmen Arbeit auf

Zur Erschließung von 24 Baugrundstücken im neuen Baugebiet westlich der Münchener Straße in Hilgertshausen sind jetzt die Baumaschinen angerollt. Hier entstehen Einfamilien- und Doppelhäuser sowie ein Vier-Familien-Haus.

Hilgertshausen – Den Kanalbau hat der Gemeinderat an die Tiefbaufirma Schneider in Tandern vergeben. Das Auftragsvolumen für den erforderlichen Schmutzwasserkanal und den Regenwasserkanal beläuft sich auf 681 000 Euro.   

Der Straßenbau erfolgt durch die Firma Schweiger aus Schmelchen, dabei geht es um eine Auftragssumme von 304 000 Euro. Für die nötige Straßenbeleuchtungsanlage in diesem neuen Baugebiet hat die Gemeindeverwaltung beim Bayernwerk Netzcenter in Unterschleißheim ein Kostenangebot eingeholt. Wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu hören war, sind entsprechend des Bayernwerk-Konzepts 15 Brennstellen vorgesehen. Einschließlich Kabelverlegung fallen Kosten in Höhe von rund 59 000 Euro an.

Gemeinderat Werner Kerzel (WG Hilgertshausen-Tandern) sprach sich zunächst gegen das Konzept des Bayernwerks aus und erklärte, dass man sich mit autarken Beleuchtungssystemen (Akkubetrieb) bei 15 Brennstellen rund 10 000 Euro sparen könne. Der besondere Vorteil: Es fielen keine Netzentgelte an. Kerzel sagte, dass im Bayerischen Wald ganze Siedlungen autark beleuchtet würden.

„Die Module halten acht bis zehn Jahre“, so Kerzel, der auch darauf hinwies, dass die Brennstellen auf diese Weise problemlos versetzbar seien. Kerzel, der Geschäftsleiter in der Gemeinde Weichs ist, weiß zudem, dass der Hersteller solcher autarker Systeme auch An- und Abbau sowie 30 Tage Probebetrieb anbiete.

„Wir sollten einfach mal neue Dinge wagen“, mit diesen Worten forderte er seine Ratskollegen und Bürgermeister Dr. Markus Hertlein auf, sich für das von ihm vorgestellte Beleuchtungssystem auszusprechen. Doch er fand wenig Gehör. Peter Schadl (CSU) befürchtet, dass es Probleme mit der Akku-Garantie geben könnte, und Kerzels Fraktionskollege Hans Pröbstl meinte, dass es sinnvoller sei, am Parkplatz des Friedhofs St. Ursula zwei solche Leuchten in einer Testphase aufzustellen.

Das neue Baugebiet westlich der Münchner Straße soll aber entsprechend des Konzeptes der Bayernwerke mit den angebotenen 15 Brennstellen ausgestattet werden. Dafür gab es zum Schluss der Debatte einen einstimmigen Beschluss im Gremium. 

Josef Ostermair

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