Helios Amper-Klinikum Dachau
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Im Helios Amper-Klinikum in Dachau wird ein Patient mit der britischen Corona-Mutation behandelt.

Oberarzt gibt Update

Corona-Mutante in Bayern: 38-Jähriger auf Dachauer Intensivstation - ein Rätsel bleibt

  • Franziska Konrad
    VonFranziska Konrad
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Nicht nur in Bayern breiten sich derzeit hochansteckende Corona-Mutationen aus. Nun wurde eine britische Virus-Mutante in Dachau nachgewiesen - der erste Fall in Oberbayern.

  • In Dachau wurde bei einem Mann die britische Corona-Mutation nachgewiesen.
  • Der Corona-Patient befindet sich auf der Intensivstation.
  • Wo genau sich der 38-Jährige mit der Mutation infiziert hat, ist bisher nicht bekannt.

Update vom 1. Februar 2021, 15.10 Uhr: Zum ersten Mal in Oberbayern wurde in Dachau die britische Corona-Mutation nachgewiesen. Der infizierte Patient wird im Helios Amper-Klinikum in Dachau behandelt. Wo genau sich der 38-Jährige mit dem Virus angesteckt hat, ist bislang nicht bekannt.

Corona-Mutation in Dachau: Gesundheitsamt versucht Infizierung nachzuverfolgen

„Das Gesundheitsamt Dachau versucht derzeit, die Infizierung über ein Contact-Tracing-Team nachzuverfolgen“, erklärt Alexander von Freyburg, Pandemiebeauftragen und Leitenden Oberarzt der Nothilfe, auf Nachfrage der Redaktion. Seit dem 26. Januar liegt der Dachauer inzwischen auf der Intensivstation. „Aktuell zeigt sich ein erfreulicher Verlauf – eine Beatmung ist nicht mehr nötig, sondern nur noch die Gabe von Sauerstoff“, so von Freyburg zum Gesundheitszustand des Patienten.

Als der Patient am 24. Januar ins Klinikum kam, zeigte er typische Corona-Symptome. Ein erster Schnelltest brachte laut von Freyburg ebenfalls ein positives Ergebnis. Der 38-Jährige wurde umgehend isoliert. Doch der Oberarzt betont: „Unabhängig von eventuellen Symptomen werden in unserem Klinikum alle Patienten mittels PCR-Test auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 untersucht und bis zur Vorlage des Ergebnisses isoliert untergebracht.“

Corona in Dachau: Keine weiteren Virus-Mutationen im Klinikum

Stand Montag, gibt es übrigens keinen weiteren Patienten oder Mitarbeiter im Klinikum, bei dem die britische SARS-CoV-2-Variante nachgewiesen wurde.

Ursprünglicher Artikel vom 31. Januar 2021:

Dachau - In vielen Teilen Bayerns sind die Corona-Zahlen zwar rückläufig - Gefahr besteht derzeit jedoch durch hochansteckende Virus-Mutationen, die sich nicht nur im Freistaat ausbreiten. Im Landkreis Dachau wurde zum ersten Mal eine Mutation der britischen Variante nachgewiesen - der erste Fall in Oberbayern.

Corona in Dachau: Britische Mutation nachgewiesen - Patient auf Intensiv-Station

„Der 38-jährige Patient aus Dachau wird aktuell auf der Intensivstation im Krankenhaus Dachau behandelt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Dachauer Landratsamtes am Freitag. Die Lebensgefährtin des Infizierten steht demnach unter strenger Quarantäne. Und weiter: „Klinikum und Gesundheitsamt stehen im engen Austausch.“

Das vom Helios Amper-Klinikum in Dachau beauftragte Pettenkofer-Institut in München hat die Mutationsvariante bei dem Patienten nachgewiesen. „Der Patient befindet sich seit dem 24. Januar 2021 in unserem Klinikum“, teilt Kliniksprecherin Pia Ott den Dachauer Nachrichten mit.

Corona in Bayern: 38-Jähriger infiziert sich mit britischer Virus-Mutante

Die Labore, mit denen das Klinikum zusammenarbeitet, nehmen die Sequenzierung - also die Überprüfung der Gen-Sequenz auf eine Mutation - bei allen neuen positiven Befunden vor. Befunde der vergangenen Wochen wurden ebenfalls nachträglich sequenziert. Ott: „Bislang wurde der Nachweis für die britische Virusmutante nur für diesen einen Patienten erbracht.“

Im Amper-Klinikum Dachau werden derzeit  18 Corona-Patienten behandelt, neun davon auf der Intensivstation. Die Schutzmaßnahmen bei der Behandlung von Corona-Erkrankten seien laut Ott ebenfalls geeignet zur Verhinderung einer Ausbreitung der Mutationsvariantes. Die Behandlung des Patienten sei im Rahmen der bestehenden Therapiekonzepte bisher ebenfalls erfolgreich verlaufen.

Corona-Mutation in Dachau: Britische Mutation erstmals in Oberbayern nachgewiesen

Bisher wurde die britische Virus-Mutation im Freistaat lediglich im Landkreis Regen, im Bayerischen Wald, nachgewiesen. Das teilt das zuständige Landratsamt mit. Dort infizierten sich vier Personen aus zwei Familien.

Im Landkreis Dachau wurden am Freitag, 29. Januar, 18 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Das teilt das Landratsamt auf seiner Homepage mit. Insgesamt 243 Personen sind im Landkreis derzeit infiziert - 105 Menschen sind in Dachau bereits an Covid-19 gestorben. Am Donnerstag lag die errechnete Inzidenz bei 105,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.

In einem Altenheim im Landkreis Fürstenfeld-Bruck kam es nach der zweiten Impfung zu einem Corona-Ausbruch. Mitarbeiter und Senioren haben sich infiziert. Alle Informationen zur Corona-Pandemie im Landkreis Dachau gibt es im News-Ticker. (kof)

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