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Freie Platzwahl hatten die Besucher der Bürgerversammlung in Dachau-Süd – überraschend wenig Bürger kamen.

Bürgerversammlung in Dachau-Süd

Fragen rund um den Verkehr

Laufen alle Bürgerversammlungen so wie die erste in Dachau-Süd, wird der Oberbürgermeister immer früh nach Hause kommen. Denn es kamen überraschend wenig Bürger. Dementsprechend wenige Wortmeldungen gab es – fast immer zum Thema Verkehr.

DachauZu fünf Bürgerversammlungen lädt die Stadt Dachau ihre Bürger jedes Jahr ein. Die erste der Versammlungen fand am Mittwoch in Dachau-Süd statt. Anders als die Jahre zuvor waren im ASV-Theatersaal viele Stühle unbesetzt. Zog man Stadt-Mitarbeiter und Stadträte ab, fanden nur 50 Bürger den Weg in die Halle.

Nach dem Bericht von OB Florian Hartmann über das vergangene Jahr sowie aktuelle Themen (siehe Kasten) hatten die Bürger das Wort. Lothar Fischer machte den Anfang. Er berichtete, dass entlang der Eduard-Ziegler-Straße mit einem Stahlgitter eine Art Fußweg geschaffen wurde. Aber seit mehreren Monaten sei ein Gitter kaputt und der Fußweg von einer Absperrung unterbrochen. „Ich verstehe nicht, warum das fünf Monate zu reparieren dauert“, sagte er. Für Fußgänger ergeben sich „gefährliche Situationen“, wenn sie nachts auf die enge Straße ausweichen müssten. Der Oberbürgermeister versprach sich zu informieren.

Peter Blume hatte mehrere Anmerkungen. Er finde es zwar gut, dass alle Bushaltestellen behindertengerecht ausgebaut werden, aber „warum müssen diese soweit in die Straßen hineinragen?“ Als Beispiel nannte er die Haltestelle in der Schillerstraße. Zwar gebe es ein rot-weißes Hinweisschild, aber das sei einen halben Meter zu weit innen angebracht. „Da muss nur einer mal nicht 100 Prozent aufpassen, der fährt voll in die Bushaltestelle“, sah Blume voraus. Polizeichef Thomas Rauscher versprach, sich die Sache anzusehen.

Blume bat außerdem darum, die Friedenstraße komplett zur 30er-Zone zu machen, weil es wenig Sinn mache, 30, dann 50 und dann wieder 30 fahren zu dürfen. Auch das will sich Rauscher ansehen. Zuletzt beschwerte sich der Dachauer über parkende Lkw in Wohngebieten. Der OB weiß: „Das ist nicht nur ein Problem in Süd.“ Rauscher zeigte Verständnis für die Lkw-Fahrer, sagte aber auch, dass sich Anwohner gerne an die Polizei wenden könnte, wenn ein Lkw öfter unerlaubt im Wohngebiet parkt.

Sigfried Eichinger findet als eifriger Fahrradfahrer das Fahrradparkhaus super, doch die Stellplätze in der oberen Etage mit der Einhängung für Räder seien für Frauen schwer zu handhaben. Hier appellierte das Stadtoberhaupt: „Es wäre halt schön, wenn die Männer oben und die Frauen unten parken könnten.“ Eichinger gefällt außerdem nicht, wie die Autos vor den Fahrradständern unterhalb des Karlsberges auf dem Parkplatz stehen. Zudem seien die Ständer sehr verbogen. Auch hier versprach der OB, sich des Problems anzunehmen.

Daniela Missere bat um eine Parkmöglichkeit für ihren Lieferverkehr. Denn dieser könnte vor ihrem Feinkostladen in der Goethestraße mit nur unter sehr großem Zeitdruck ausladen.

Am Ende gab es noch Lob von Siegfried Eichinger: Er dankte der Stadt Dachau für das öffentliche WC am Unteren Markt. Ein weiterer Bürger dankte vor allem Renate und Rainer Rösch zum Bürgerantrag für die neue Buslinie Richtung Himmelreich. OB Hartmann bestätigte: „Die Linie wird gut angenommen.“ Miriam Kohr

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