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Glückliches neues Jahr für das Handwerk? Darauf hoffen (von links) Kaminkehrerobermeister Oswald Klein, Oberbürgermeister Florian Hartmann, Karl-Heinz Hempel, Ehrenkreishandwerksmeisterin Irmgard Hetzinger-Heinritzi, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Frank Hüpers, Kreishandwerksmeister Ulrich Dachs, Landrat Stefan Löwl, Motivationstrainer Manuel Krautgartner, Sparkassendirektor Herrmann Krenn und Oberbayerns Bezirkstagspräsident Josef Mederer.

19. Jahresempfang der Kreishandwerkerschaft

Erfolgreiches Jahr trotz Nachwuchssorgen

So gut besucht wie nie war der 19. Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft Dachau, der im Vortragssaal der Volksbank Raiffeisenbank Dachau stattfand. Nicht alle Gäste bekamen einen Sitzplatz bei diesem Empfang, zu dem neben den Handwerkern auch Vertreter von Behörden, Geldinstituten, Schulen und aus der Wirtschaft geladen waren.

Dachau Der Vorstandssprecher der gastgebenden Volksbank, Thomas Höbel, begrüßte beim Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft die Gäste und äußerte die Hoffnung, dass das Handwerk seinen Erfolg in 2018 im gerade begonnenen Jahr wiederholen könne. Der Mangel an Nachwuchs hingegen, so Höbel, sei eine Angelegenheit, um die sich die Betriebe kümmern müssten.

Kreishandwerksmeister Ulrich Dachs sprach von der guten Auftragslage der Handwerkerschaft und erwartet ein arbeitsreiches, durch Fachkräftemangel geprägtes neues Jahr. In diesem Zusammenhang ermahnte er seine Kollegen, trotz wachsenden Termindrucks auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu achten und auch die eigene Regeneration nicht zu vergessen. Dachs: „Die Pflicht, die wir kennen, ist uns nicht angeboren, die ist uns anerzogen. Lassen wir uns nicht von der Ellenbogenumwelt vereinnahmen.“

Landrat Stefan Löwl meinte, dass der Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft bereits seit zehn Monaten in seinem Terminkalender stehe. „Ist es doch zum großen Teil das Handwerk, das Arbeits- und Ausbildungsplätze bietet. Auch dadurch sei der Landkreis Dachau mit 1,8 Prozent Arbeitslosigkeit ganz vorne auf den besten Plätzen. Und das, obwohl der Landkreis um die besten Fachkräfte in Konkurrenz zur Landeshauptstadt steht“, so Löwl. Die starke Beschäftigung habe intensive Auswirkung auf die Infrastruktur, die Siedlungs- und Nahverkehrspolitik und das Angebot eines attraktiven Umfeldes.

Oberbürgermeister Florian Hartmann hegte bei seiner Ansprache die Befürchtung, dass sich ein Handwerksgeselle auf dem angespannten Wohnungsmarkt bald keine Bleibe mehr leisten könne. Hartmann stellte außerdem fest: „Wir brauchen mehr Gewerbeflächen respektive Arbeitsplätze, um nicht so viele Bürger zum Pendeln bewegen zu müssen.“

Als Gastredner hatte Ulrich Dachs noch Manuel Krautgartner engagiert. Der österreichische Unternehmens-Coach hielt unter dem saloppen Titel „Scheiß di net an!“ ein einstündiges Motivationstraining.   Walter Hueber

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