Der neue Stadtpfarrer: Benjamin Gnan tritt die Nachfolge von Wolfgang Borm an.
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Der neue Stadtpfarrer: Benjamin Gnan tritt die Nachfolge von Wolfgang Borm an.

Nachfolger von Wolfgang Borm

Stadtpfarrer Gnan: „Ich werde mit Leidenschaft dabei sein“

Zum 1. September wird Pfarrer Benjamin Gnan die Nachfolge von Wolfgang Borm als Leiter des Pfarrverbands Dachau St. Jakob antreten. In seinem Verantwortungsbereich leben um die 15 000 Gläubige.

VON KATRIN RAGER

Dachau – „Mein Herz trieb mich nach meiner Arbeit im Priesterseminar wieder in die Pfarrseelsorge“, so Benjamin Gnan über seine neue Aufgabe als Leiter des Pfarrverbands Dachau. Der Nachfolger von Stadtpfarrer Wolfgang Borm ist als neuer Pfarrverbandsleiter für 15 000 Gläubige verantwortlich. Seine Schäfchen verteilen sich im Pfarrverband Dachau St. Jakob auf nicht weniger als sechs Pfarreien, sechs Filialen sowie vier Nebenkirchen. „Ich bin einfach jemand, der gerne Verantwortung übernimmt und dem die Seelsorge einer Stadt sehr am Herzen liegt6“, sagt Gnan.

Seit 2012 arbeitete der heute 38-Jährige als Subregens des erzbischöflichen Priesterseminars München. Der gebürtige Trostberger war als stellvertretender Leiter dafür zuständig, künftige Priester auszuwählen und auszubilden. Zuvor war er für drei Jahre als erster Kaplan in der Pfarrei St. Andreas in Wolfratshausen tätig. Durch einen krankheitsbedingten Ausfall des Stadtpfarrers musste er plötzlich die Rolle des ersten Seelsorgers übernehmen. Die Verantwortung, die ihm damit auferlegt war, hätte ihn sehr reifen lassen, sagt er.

Benjamin Gnan ist daher mit den Aufgaben als Stadtpfarrer bereits vertraut. Trotzdem traf er sich seit der Bekanntgabe seiner Nachfolge im März einige Male mit Pfarrer Wolfgang Borm, der 16 Jahre im Amt gewesen war. „Wir besprachen organisatorische Dinge wie die Übernahme seiner Wohnung, er erklärte mir meine Grundaufgaben und arbeitete mich in meine neuen Aufgaben ein“, erzählt Gnan.

Doch wieso wollte Benjamin Gnan überhaupt Priester werden? „Dabei gibt es eine erklärbare und eine unerklärbare Seite der Berufung“, meint er. Da der junge Priester in einer gläubigen Familie aufgewachsen ist, kam er früh in Kontakt mit dem christlichen Glauben. Außerdem begeisterte er sich schon immer für den Religionsunterricht in der Schule und hatte viel Spaß bei der Arbeit in der Pfarrei seines Heimatortes. „Die unerklärbare Seite beschreibe ich mit der Stimme meines Herzens, die mir den Lebensweg zeigte, den Gott mit mir vorhat. So habe ich mich für den Beruf des Priesters entschlossen“, so Gnan.

Nach seinem Theologiestudium, das er 2007 mit Diplom abschloss, wurde er 2008 zum Diakon und 2009 schließlich zum Priester geweiht.

Nun widmet er sich den Aufgaben eines Pfarrers in der Pfarrgemeinde Dachau. Hierbei gilt es, zwischen Pfarrern und Priestern zu unterscheiden: Ein Priester empfängt mit der Priesterweihe ein Sakrament. Er ist der Mittler zwischen der Gemeinde und Gott. Ein Pfarrer hingegen wird vom Bischof ernannt und leitet eine Gemeinde. Warum Benjamin Gnan nun ausgerechnet Pfarrer der Pfarrgemeinde Dachau werden wird, erklärt er folgendermaßen: „Dachau ist sehr vielseitig. Mir gefallen die Projekte, die von der Pfarrgemeinde ins Leben gerufen wurden, und ich bewundere das kreative Seelsorgeteam. Außerdem liegen mir das Mittelstädtische und die Nähe zu München.“

Die Pfarrverbands-Gläubigen dürfen also gespannt sein, wie Benjamin Gnan seine neue Aufgabe als Stadtpfarrer bewältigen wird. „Ich werde auf jeden Fall mit Leidenschaft dabei sein, bei vielen Projekten mitwirken und mich dafür einsetzen, dass der Glaube weiterhin lebendig gelebt wird“, beteuert er.

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