IHK-Standortumfrage

Betriebe stehen zur Region

Wo drückt die Unternehmen des Landkreises Dachau der Schuh? Das wollte der IHK-Regionalausschuss wissen und startete eine Umfrage unter seinen Mitgliedern. Das Ergebnis: Es herrscht Zufriedenheit.

Dachau – Etwa 2800 im Handelsregister eingetragene Unternehmen gehören in der Region Dachau der Industrie- und Handelskammer (IHK) per Gesetz an. Von diesen Gewerbetreibenden und Unternehmen haben sich über 130 an einer laut IHK-Expertin Rebecca Wippersteg „repräsentativen“ Standortumfrage beteiligt. Auf Grund von 40 Faktoren in den Kategorien Infrastruktur, Arbeitsmarkt, Standortkosten, Netzwerke, Standortattraktivität und Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung wollte der IHK-Regionalausschuss Dachau von seinen Mitgliedern wissen, was gut für sie ist – und was sie wurmt. Dabei durften die Betriebe Schulnoten vergeben. Das Ergebnis: 82 Prozent der Befragten benoten den Landkreis mit „gut“ oder gar „sehr gut“.

„Das ist mehr als ein deutliches Bekenntnis zum Standort“, so der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses und Recycling-Unternehmer Peter Fink jetzt bei der Präsentation der Zahlen in einer Pressekonferenz.

Höchste Zufriedenheit gibt es bei: der Anbindung ans Fernstraßennetz (Note 1,9), der Energieversorgung (2,0) sowie der Loyalität und Motivation der Mitarbeiter (2,1). Weniger gut sieht es aus bei: der Anbindung an den Schienengüterverkehr (3,8), dem Angebot an Wohnraum (3,3) sowie den Gewerbeflächen-Grundstückspreisen (3,3). Gar schlecht ist folgendes: die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte (viele Stellen können nicht besetzt werden), die Höhe der Gewerbe- und Grundsteuer und vor allem: die ausladende Bürokratie. Genauer: „Die zu lange Dauer der Genehmigungsverfahren bei Bauangelegenheiten“, so Wippersteg. Auf die Frage, wie lange die Verfahren dauern würden, antwortete die IHK-Expertin schlicht: „Ewig.“

Doch es gibt laut Fink Lichtblicke. Einmal, weil der Dialog mit dem Landratsamt funktioniere und zweitens, weil Landrat Stefan Löwl stets ein offenes Ohr für die Unternehmen habe. Einen interessanten dritten Aspekt nennt Wippersteg: die digitale Bauakte. Per Mail könne der Bauwerber seinen Antrag gleichzeitig an alle zuständigen Amtsabteilungen senden. Diese könnten dann gleichzeitig prüfen und nicht – wie bisher üblich – hintereinander. Das könne Zeit sparen; möglicherweise ewig viel.

zim

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