Dachau Landrat Stefan Löwl Sparkasse Vorstandsvorsitzender Hermann Krenn
+
Blicken zufrieden auf die Zahlen: Landrat Stefan Löwl (l.) und Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Hermann Krenn.

Bank legt Zahlen für 2019 vor – Geschäft wird in Zukunft schwerer

Bilanzgewinn der Sparkasse Dachau steigt auf über 14 Millionen Euro

Die Sparkasse Dachau war auch im Geschäftsjahr 2019 erfolgreich. In einem Pressegespräch bestätigten Vorstandsvorsitzender Hermann Krenn und Verwaltungsratsvorsitzender Stefan Löwl, dass die Dachauer Sparkasse in Bezug auf die Bilanzsummenrentabilität (Gewinn bezogen auf die Bilanzsumme) wieder führend im bayernweiten Vergleich der Sparkassen sei. Jedoch machten die beiden auch deutlich, dass das zukünftige Geschäft aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und der aktuellen Corona-Krise schwerer werde.

Dachau – Krenn berichtete von einem stark steigenden Kreditgeschäft im vergangenen Jahr. Die „Kredite wurden vor allem für Immobilienfinanzierungen und Unternehmenskredite genutzt“, so der Vorstand. Dadurch, so Löwl, „leistet die Sparkasse Dachau einen wichtigen Beitrag für die heimische Wirtschaft“. Als Folge der starken Kreditnachfrage erhöhte sich die Bilanzsumme der Sparkasse von 3,182 Milliarden Euro (Dezember 2018) auf 3,576 Milliarden Euro (Dezember 2019). Dies entspricht einer Steigerung von über zwölf Prozent.

Eine solch deutliche Erhöhung der Bilanzsumme erfordere von der Sparkasse ein höheres Eigenkapital als Sicherheitspuffer, deswegen haben Vorstand und Verwaltungsrat entschieden, dass die Bank ihren Gewinn auch den Gewinn des Jahres 2019 wieder komplett in die Eigenkapitalrücklagen steckt.

Der Bilanzgewinn erhöhte sich zwar im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf über 14 Millionen Euro, jedoch sei dieser Gewinnsprung vor allem auf eine Neuausrichtung der Struktur der Eigenkapitalrücklagen zurückzuführen, so Krenn. Das operative Ergebnis der Sparkasse, vor allem das Zinsergebnis, ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. So verdiente die Sparkasse dem Zinsgeschäft statt 57,1 Millionen Euro nur noch 55,7 Millionen Euro. Dagegen stiegen die Personalaufwendungen von 30,2 Millionen Euro auf 30,3 Millionen Euro, obwohl die Mitarbeiterzahl von 474 (2018) auf 462 (2019) sank. Auch die weiteren Verwaltungsaufwendungen stiegen. Krenn führt die erhöhten Personalkosten auf die Einrichtung einer eigenen Vermögensverwaltung im Haus der Sparkasse Dachau zurück. Um diesem Kundenwunsch zu entsprechen, wurden auch externe Spezialisten ins Haus geholt.

Eine positive Entwicklung gab es bei den Provisionserlösen, sie stiegen von 21,3 Millionen Euro auf 22,4 Millionen Euro. Diese Steigerung führt die Sparkasse auf eine erhöhte Nachfrage nach Wertpapieren und Immobilien, Bausparverträgen und Versicherungen zurück.

Für die nächste Jahre erwartet Krenn ein noch schwierigeres Marktumfeld und einen noch weiteren Rückgang der Zinserträge. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise könnten die Bank weiter belasten. Löwl geht davon aus, dass es in den nächsten Jahren aufgrund der verschärften Marktbedingungen weitere Fusionen zwischen den Sparkassen in Bayern geben werde. Die Dachauer Sparkasse werde sich nicht aktiv um eine Fusion bemühen. Bernhard Hirsch

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Einbahnregelung der südlichen Uhdestraße funktioniert nicht
Einbahnregelung der südlichen Uhdestraße funktioniert nicht
Maskenpflicht an den Schulen im Landkreis: „Schüler und Eltern sind sehr kooperativ“
Maskenpflicht an den Schulen im Landkreis: „Schüler und Eltern sind sehr kooperativ“
Corona-Fälle in Dachau Süd - Quarantäne für Grundschüler und Kitakinder
Corona-Fälle in Dachau Süd - Quarantäne für Grundschüler und Kitakinder
Ehrengäste gratulieren der Miss German-Sport Heart of Bergkirchen
Ehrengäste gratulieren der Miss German-Sport Heart of Bergkirchen

Kommentare