„Bündnis für Dachau“ fordert

Jährlich 400 Parkplätze weniger

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Grob geschätzt 20 000 Parkplätze gibt es im Stadtgebiet Dachau. Zwei Prozent davon sollen nun jährlich wegfallen – zumindest wenn es nach dem jüngsten Antrag der „Bündnis für Dachau“-Fraktion im Stadtrat geht.

Dachau – Hintergrund des Antrags ist das aktuell geltende Leitbild der Stadt zum Thema „Mobilität und Verkehr“. In dem Papier heißt es unter anderem, dass die Stadt den Fußverkehr als Basis urbaner Qualität berücksichtigen, die Attraktivität des Radverkehrs steigern und die Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raums fördern soll. Das Problem: In den Augen der Bündnis-Stadträte haben es diese schön klingenden Forderungen bislang nicht in die Realität geschafft. „Wir wollen endlich eine gewisse Verbindlichkeit in die Diskussion reinbringen. Der Antrag wäre dazu einfach mal ein Anfang“, findet daher Bündnis-Stadtrat Michael Eisenmann.

Konkret sieht der Antrag vor, dass die Stadtverwaltung die Anzahl an Stellplätzen für Kraftfahrzeuge aller Art ab sofort schrittweise um zwei Prozent pro Jahr im öffentlichen Raum der Stadt reduziert. In Zahlen wären dies zirka 400 Stellplätze, die jährlich entfallen. Dadurch könnten Plätze und Grünflächen wie der Widerstandsplatz oder der Klagenfurter Platz aufgewertet werden oder gefährliche Engstellen an Fuß- oder Radwegen beseitigt werden. Weiterer positiver Nebeneffekt könnte auch sein, dass man Parkflächen in Wohngebieten so strukturieren könnte, dass Lkw-Fahrer ihre Gefährte dort nicht mehr abstellen können.

Den Bürgern, und dies sind laut Bündnis nicht nur die Autobesitzer, könnte damit langfristig mehr Lebensraum in der Stadt zur Verfügung stehen. Die von vielen gewünschte und im Leitbild Stadt verankerte Verkehrswende könnte durch die Stellplatzreduktion „forciert“ werden und zu einer „gerechteren Flächenverteilung im Stadtgebiet“ führen.

Wann der Antrag der Bündnis-Fraktion auf die Tagesordnung des Verkehrs- und Umweltausschusses kommt, steht noch nicht fest. Eisenmann und seine Kollegen hoffen jedoch, dass dies „sobald als möglich“ der Fall sein möge.

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