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Der Gartentrupp aus der Caritas-Werkstatt für Menschen mit Behinderung kann von Unternehmen und Behörden gebucht werden.

Inklusion pur bei Caritas-Projekt

Sie bringen die Gärten auf Vordermann

Sie mähen den Rasen, stutzen die Hecken, rechen das Laub – die 14 Frauen und Männer des inklusiven Gartenprojekts der Caritas. Viele haben früher bei der MAN gearbeitet und wurden umgeschult.

Dachau – Inklusion und Teilhabe pur erleben Menschen mit Behinderung durch das Caritas-Gartenprojekt. Die Gruppe „Grünanlagen“ bietet Dienstleistungen wie Heckenschnitt, Unkraut- und Laubentfernung, Bepflanzung oder Grabpflege für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen aus Dachau und dem Umland an.

Die 14-köpfige Truppe setzt sich aus Frauen und Männern im Alter von 22 bis 60 Jahren zusammen – alles Menschen mit einer geistigen Behinderung. Zwei ausgebildete Gärtner begleiten die Einsätze bei Wind und Wetter und koordinieren die Arbeiten. Viele der Werkstatt-Besucher waren 20 Jahre lang für die MAN in der Verpackung tätig, bevor das Werk die Aufgaben nach Salzgitter verlagert hat. „Danach haben wir unsere Klienten zu Gärtnern umgeschult. In der freien Natur sind alle topmotiviert und arbeiten begeistert mit. Jeder hat dabei seine Stärken, und so wird eifrig gemäht, geschnitten und Laub gerecht“, erklärt Claudia Schneider vom Sozialdienst der Caritas-Werkstatt.

Grünflächen und Gärten stehen im Vordergrund der gärtnerischen Dienstleistungen. Die fachgerechte Beratung, Umgestaltung und Pflege erfolgt laut Schneider stets in direkter Absprache und nach den individuellen Wünschen der Kunden. „Wir beraten natürlich auch, wie das vorhandene Budget optimal genutzt werden kann“, sagt Schneider. Firmen ab 16 Mitarbeitern, ohne Beschäftigung eines Menschen mit Behinderung, könnten die Arbeitsleistung sogar mit bis zu 50 Prozent mit der Ausgleichsabgabe verrechnen.

„Durch ihre Tätigkeiten nehmen alle aktiv am gesellschaftlichen Leben teil, und wir praktizieren Inklusion, wie sie im Buche steht“, findet Schneider. Ob am Parkplatz von Unternehmen, an Kitas, Schulen oder Gemeindeflächen, die Gruppe sei mittendrin und gehe oftmals auch gemeinsam mit den Belegschaften zum Mittagessen in die Betriebskantinen.

Um erfolgreich zu arbeiten, ist die Gruppe auf der Suche nach regelmäßigen Grünpflege-Aufträgen, vorzugsweise aus dem gewerblichen und öffentlichen Bereich. Interessant für die Wintermonate seien auch Gehölzschnitt-Aufträge. Anfragen unter 0 81 31/32 29 60. dn

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