Bericht der Caritas im Kreistag

Armut ist im Dachauer Land  allgegenwärtig

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Im herbst soll in Dachau das netzwerk „Armut im Landkreis Dachau“ starten - um den Menschen  zu helfen, für die selbst kleine Dinge unerschwinglich sind.

Landkreis – Lena Wirthmüller von der Caritas Dachau hat im Kreistag den Armutsbericht für den Landkreis vorgestellt. Der Wohlfahrtsverband hat im Auftrag des Landkreises auf 160 Seiten Daten und Fakten zusammengetragen (wir berichteten). Sie stammen aus dem Jahr 2016 und belegen: Armut ist im Dachauer Land allgegenwärtig.

„Es kommen Leute ins Pflegeheim, die sind abgemagert. Und man merkt, sie haben nicht einmal das Geld für einen Friseurbesuch“, so Wirthmüller über ihre Recherchen. Wie viele Menschen im Landkreis nicht mehr als 1350 Euro netto im Monat zum Leben haben und somit als arm gelten, steht nicht fest. Die dazu notwendigen Erhebungen wären zu aufwendig gewesen, gab Wirthmüller zu.

Weil es aber auf jeden Fall viele Menschen im an sich wohlhabenden Dachauer Land gibt, denen es am Nötigsten fehlt, ist das Hauptziel des Berichts laut Caritas, dass das Thema Armut noch weiter in das Bewusstsein von Politik und Bevölkerung im Landkreis Dachau gerückt wird. Aus diesem Grund soll es neben den Beratungen der Caritas ab Herbst das Netzwerk „Armut im Landkreis Dachau“ geben. Politik, Kirchen, Verbände sowie Vertreter der Wirtschaft sollen gemeinsam den Menschen helfen, für die selbst kleine Dinge unerschwinglich sind.

In der Sitzung gab es breite Zustimmung zu dem geplanten Netzwerk. Marese Hoffmann (Grüne) schlug überdies vor, bereits „präventiv tätig zu werden“. SPD-Kollegin Marianne Klaffki mahnte an, dass die Bekämpfung der Armut auf diesem Wege eine „nachhaltige Wirkung“ haben müsse.

Der gesamte
Armutsbericht

ist im Internet auf der Webseite des Landratsamtes unter www.landratsamt-dachau.de einzusehen.

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