Das Impfen im Landkreis geht voran.
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Das Impfen im Landkreis geht voran.

Kampagne kommt voran

Machen statt reden: Bayerischer Landkreis schaltet in Corona-Impf-Turbo - mit gigantischem Ergebnis

Der Landkreis Dachau hat den viel zitierten Impf-Turbo tatsächlich eingeschaltet: Jeder, der über 60 Jahre alt ist und Astrazeneca akzeptierte, ist seit Sonntag geimpft. Und nicht nur die.

Dachau – Das erklärte Ziel des „Impfturbos“ im Landkreis Dachau wurde am Sonntag wie geplant erreicht: Jeder über 60 Jahren hat ein Impfangebot erhalten. Beim Sonderimpftag, der mit Unterstützung von vielen ehrenamtlichen Helfern gestern in der Realschule Dachau stattfand, wurden bis zum Abend rund 760 Personen geimpft. Bis 13.30 Uhr haben alle Impfwilligen über 60 Jahre, egal ob mit oder ohne Termin, eine Impfung mit Astrazeneca erhalten. Dann wurden kurzfristig auch alle Personen über 50, allerdings mit Priorisierung, aufgerufen, zu kommen. Bis zum Abend rechnete Landrat Stefan Löwl mit einer Impfquote von 24 Prozent im Landkreis Dachau, mit knapp 37 000 Erstimpfungen.

Impf-Aktion im Landkreis Dachau: Um 8 Uhr morgens ging es los

Bereits kurz vor 8 Uhr warteten die ersten Impfwilligen vor der Realschule, die am Samstag mit Hilfe der Helfer der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis und des BRK in ein Impfzentrum umgewandelt worden war. Aufgrund der zu erwartenden Regenfälle war vor dem Haupteingang der Schule eine Fläche von 300 Quadratmetern mit Zelten für Wartende überdacht worden.

Die Hilfsdienste BRK und Johanniter waren mit 40 Personen vor Ort und organisieren den Impfablauf mit zehn Registrierungs- und zwölf Impfplätzen. Apotheker Maximilian Lernbecher und sein Team bereiteten den Impfstoff auf. Die Turnhalle fungierte als Ruhebereich nach der Impfung gegen das Coronavirus.

Landkreis Dachau: Längere Wartezeiten bei Impf-Aktion ohne Termine

Die Wartezeit für die Impfwilligen ohne Termin betrug allerdings zum Teil über zwei Stunden. Helfer des BRK verteilten Tee. Bernhard Seidenath, Kreisvorsitzender des BRK, plauderte mit den Wartenden, war froh über den Andrang und sagte: „Mit solchen Aktionen kommen wir der von uns allen so sehr herbeigesehnten Normalität wieder ein Stück näher!“

„Wir sind froh, dass wir endlich geimpft sind!“ Ein Dachauer Ehepaar, das gestern mit Termin in der Realschule Dachau geimpft wurde, erlebte die Impfaktion als insgesamt sehr gelungen. Bis auf einige EDV-Anlaufschwierigkeiten lief alles wie am Schnürchen. „Alle waren sehr nett“, schwärmt die 64-Jährige, die zusammen mit ihrem Mann, 72, endlich den Schutz gegen Covid 19 erhielt. Vom Einlass bis zu Impfung – alles war überwacht, auch der bereits online ausgefüllte Fragebogen wurde erneut abgefragt, die Personalien mehrfach überprüft, vor der Impfung nochmal über mögliche Risiken und Nebenerscheinungen aufgeklärt.

Video: Alle bis zum Sommer geimpft?

Manche kommen ohne Mundschutz zur Impfaktion in Dachau - Landrat klärt auf

Nicht nur die Sanitäter, das Ärzteteam oder die Freiwillige Feuerwehr hätten einen super Job gemacht, betonen die beiden. Auch die Impflinge selbst seien größtenteils sehr geduldig und diszipliniert gewesen. „Es waren einige wenige ohne Mundschutz da“, erzählt die 64-Jährige. Aber da sei dann Landrat Löwl schon zur Stelle gewesen und habe sich persönlich gekümmert.

Auch in den Impfzentren in Dachau und Karlsfeld sowie in Erdweg und Vierkirchen sei am Wochenende geimpft worden, so Landrat Stefan Löwl. Gut 1600 Impfungen seien am Sonntag hinzugekommen. Löwl kündigte außerdem an, dass gestern knapp 6500 weitere Termine für Erstimpfungen bis 11. Mai freigeschaltet werden, diesmal mit den Vakzinen von Biontech und Moderna, streng nach Priorisierung. Alle zwei bis drei Tage kommen weitere Termine hinzu. Selbstverständlich impfen auch die Hausärzte weiter, „für sie fällt bei Astrazeneca die Priorisierung weg, sie sind völlig frei“, so Löwl.

Die Zelte an der Dachauer Realschule werden heute Nachmittag von den Helfern der Freiwilligen Feuerwehren abgebaut. Ob es noch einmal einen Sonderimpftag im Landkreis Dachau geben wird, hängt laut Landrat Stefan Löwl von den ehrenamtlichen Helfern ab. „Aber vor mir aus gerne!“ no/sim

Auch im Landkreis Starnberg wurde ein Sonderimpftag veranstaltet - auch hier mit großem Erfolg.

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