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Hohe Infektionszahlen: Viele Absagen – Christkindlmarkt in Dachau mit nur mit 2G-Regel

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Von: Miriam Kohr, Petra Schafflik

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Corona Schilder weisen auf die 2G Regel hin
Dehoga ruft Gastbetriebe zu konsequenten Zugangskontrollen auf - für dien Dachauer Christkindlmarkt wird die 2G-Regel gelten © IMAGO / HärtelPRESS

Mit einer Inzidenz von 336,5 Infizierten pro 100 000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen gilt der Landkreis als lokaler Corona-Hotspot. Die Faschingsgesellschaft sagt angesichts der steigenden Infektionszahlen die Faschingssaison 2021/2022 ab, zahlreiche Christkindlmärkte finden nicht statt.

Dachau - Die gute Nachricht: Der Dachauer Christkindlmarkt wird trotz aktuell strengerer Corona-Regeln stattfinden. Allerdings wird für Besucher 2G gelten mit Zugangskontrollen am Eingang. „Wir wollen, dass sich die Leute sicher fühlen“, sagt Christian Naumann vom Christkindlmarktverein.

Dieses Konzept ist auch aktuell mit dem Landratsamt abgestimmt, so Naumann. „Das ist einfach das Sinnvollste.“ Denn die Marktstandl wie andernorts auf Abstand weit auseinander aufzustellen, diese Option biete die Altstadt nicht, dafür fehle der Platz. Mit 2G kann aber auf dem Christkindlmarkt, der von jeher umzäunt ist, dann alles „wie immer“ ablaufen. Auf Abstände muss nicht geachtet, keine Masken getragen werden. Glühwein und Bratwurst werden sich so recht entspannt genießen lassen. „Ich denke, dass das eine gute Akzeptanz finden wird“, sagt Christian Naumann. Eröffnet wird der Christkindlmarkt am 21. November, dem Marktsonntag. Zum Auftakt können Besucher von 10 bis 18 Uhr zwischen den Marktständen flanieren. Danach öffnen die Marktstandl wochentags von 15 bis 20.30 Uhr und am Wochenende jeweils von 12 bis 20.30 Uhr. Auch das übliche Rahmenprogramm und die städtische Adventskalenderaktion wird es geben.

Absage von Weihnachtsmärkten

Keinen Christkindlmarkt gibt es auf dem Ernst-Reuter-Platz. „Wir hatten Angst, das Infektionsgeschehen anzutreiben“, sagt Susanne Reichl-Weichselbaumer, Vorsitzende der Werbegemeinschaft Leistung aus Dachau (LAD), die den Markt veranstaltet. Auch in vielen Gemeinden wurden die Christkindlmärkte bereits abgesagt, wie etwa in Hilgertshausen und in Tandern. Auch die beiden Christkindlmärkte in Hebertshausen und Ampermoching finden nicht statt, genau wie in Schwabhausen und Bergkirchen. Andernorts ist es noch in der Schwebe, ob die Märkte stattfinden können, wie in Karlsfeld oder Markt Indersdorf.

Faschingsgesellschaft zieht die Reißleine

Erneut abgesagt ist auch der Dachauer Fasching. Zumindest die Faschingsgesellschaft hat das für sich entschieden. Die erste Veranstaltung wäre die Proklamation am 20. November gewesen. Doch ungeimpfte Schüler über zwölf Jahren hätten nach aktuellem Stand gar nicht oder nur mit gültigem PCR-Test kommen können. „Etwa zwei Drittel unserer Tänzer sind über zwölf Jahre alt und noch nicht alle haben den vollen Impfschutz“, berichtet Vorsitzende Michaela Zachmann. So wäre eine Show nicht möglich gewesen – oder nur unter Ausschluss dieser Kinder. „Wir können den Eltern nicht zumuten, vor jeder Veranstaltung einen teuren PCR-Test für ihre Kinder machen zu lassen“, ergänzt Zachmann.

„Uns war schon im letzten Jahr die Gesundheit aller am wichtigsten“, sagt Zachmann. „Auch heuer wollen wir die Saison nicht auf Biegen und Brechen durchziehen – lieber ziehen wir vorher die Reißleine.“ Natürlich seien die Proben bisher nun umsonst gewesen, doch sie denkt über alternative Aktionen nach.

„Das tut mir auch im Herzen weh.“

Ist ein Outdoor-Kinderball möglich? Können wir einen Tanzabend für Senioren ohne Auftritte organisieren? Wie können wir unsere Aktiven motivieren? Das sind Fragen, die sich der Vorstand nun stellen wird. „Vor allem die Kinder sind sehr enttäuscht“, weiß Zachmann und fügt an: „Das tut mir auch im Herzen weh.“

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