Impfung
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36,8 Prozent der Landkreisbürger sind bereits geimpft (Symbolbild).

Zahl lag am gestrigen Sonntag bei 98,8 – Noch keine Auswirkungen auf Beschränkungen

Sieben-Tage-Inzidenz sinkt endlich unter 100

Der Inzidenzwert im Landkreis Dachau ist wieder unter 100 gefallen. Doch auf coronabedingte Beschränkungen wirkt sich das noch nicht aus.

Dachau – Erstmals seit vielen Wochen ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Dachau am Sonntag, wenn auch knapp, wieder unter 100 gesunken – genauer: auf 98,8. Für Erleichterungen bei den corona-bedingten Beschränkungen muss die Inzidenz allerdings fünf Tage in Folge unter 100 bleiben.

Leicht zurückgegangen ist auch die Zahl der Covid-19-Patienten in der Helios Amperklinik in Dachau: Insgesamt waren es gestern noch 21 Patienten, davon mussten acht intensivmedizinisch versorgt werden.

Die Impfquote

Die Impfquote im Landkreis Dachau liegt unterdessen weiter über dem bayerischen sowie dem bundesdeutschen Durchschnitt. Die erste Impfung haben laut Landrats- bzw. Gesundheitsamt 57 004 Landkreisbürger empfangen, die zweite Impfung inzwischen auch schon 12 391 Menschen. Erstgeimpft sind damit im Landkreis Dachau 36,8 Prozent der Bürger, zum Vergleich dazu sind es bayernweit 31,1 und bundesweit 30,6 Prozent.

Ein Sonderimpftermin

Die Johanniter bieten im Impfzentrum Karlsfeld weitere 1500 Dosen von Astrazeneca zur Impfung an. Parallel macht der Impfbus erneut Halt in Altomünster.

Am 13. Mai ist Christi Himmelfahrt und gleichzeitig der Vatertag. An diesem Feiertag bieten die Johanniter im Karlsfelder Impfzentrum weitere 1500 Dosen von Astrazeneca als Impfmöglichkeit an. Von 8 bis 22 Uhr können sich Personen ab 18 Jahren zur Impfung anmelden.

Gleichzeitig steht der Johanniter Impfbus von 8 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz in Altomünster. Dort werden mit vorheriger Anmeldung weitere 120 Impfungen angeboten. Beide Impfaktionen sind aufgrund der bundesweiten Aufhebung der Priorisierung in Bezug auf den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca möglich.

„Die letzte Impfaktion war ein enormer Erfolg. 1023 Impfdosen konnten wir in der Nacht zum 1. Mai an die Bevölkerung aus dem Landkreis Dachau abgeben. Diese Leistung macht uns sehr stolz“, sagt Joern Osenbrück, Projektleiter der Impfzentren im Johanniter-Regionalverband Oberbayern. „Jetzt gilt es aber, dass wir nicht nachlassen, denn wir haben es noch nicht geschafft. Wir freuen uns sehr, noch einmal 1500 Impfungen anbieten zu können.“

Die Aktion wird wieder von vielen freiwilligen Helfern unterstützt. „Wir sind begeistert, dass uns am Vatertag die Teams des THW Dachau, der Feuerwehren Karlsfeld und Altomünster erneut ihre Unterstützung anbieten. Insgesamt werden wieder mehr als 60 helfende Personen an der Impfaktion beteiligt sein. Im Impfzentrum werden acht Ärzte und 32 ehrenamtliche Helfer für einen reibungslosen Ablauf sorgen“, erklärt Osenbrück.

Die Anmeldung für die Termine im Impfzentrum und die Anmeldung für die Impfungen in Altomünster erfolgen über: http://www.landratsamt-dachau.de/impfaktion-karlsfeld.

An der Impfaktion können nur Einwohner (über 18 Jahre) folgender Postleitzahlen teilnehmen: 85229, 85232, 85235; 85247, 85250, 85253, 85254, 85258, 85259, 85757, 85764, 86567. Alle anderen Postleitzahlen im Landkreis Dachau werden direkt in Dachau durch das vom Bayerischen Roten Kreuz betriebene Impfzentrum geimpft. Eine vergleichbare Sonderaktion ist dort ebenfalls am 13. Mai geplant.

Der Distanzunterricht

An den weiterführenden Schulen in Bayern bleibt es mindestens bis zu den Pfingstferien beim bisherigen Grenzwert 100 für Distanzunterricht. Lediglich die Abschlussklassen bleiben in ihrem aktuellen Unterrichtsmodel. Für alle Schüler, Lehrkräfte und das weitere an Schulen tätige Personal besteht eine mindestens zweimal wöchentliche Testpflicht. Die Schulfamilien werden über das konkrete Vorgehen der Schule von der Schulleitung informiert.

Die Notbetreuung

Bei der Kinderbetreuung bleibt ebenfalls der Grenzwert von 100 bestehen, sodass weiterhin die Notbetreuung greift. Ein Nachweis erfolgt aktuell durch den Impfausweis für Geimpfte und über eine „Coronabestätigung“ für Genese. Diese Bestätigung ist das positive Testergebnis oder der Quarantänebescheid und der Nachweis über einen negativen PCR-Test, der frühestens 28 Tage nach der Infektion durchgeführt worden ist. Genesene, bei denen die Infektion mehr als sechs Monate zurückliegt, benötigen zusätzlich eine Coronaschutzimpfung.

Am morgigen Dienstag sollen ein einheitlicher Nachweis und eine Vorgabe in der Kabinettssitzung der Bayerischen Staatsregierung zu diesem Thema beschlossen werden. Genesene werden dann entsprechend informiert.  

dn

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