Sie wollen den bedürftigen Dachauern helfen: Georg Kiening, Albert Solleder, Thomas Drittenpreis, Kirsten Hermes, Edda Drittenpreis, hinter ihr: Peter Gradl, und rechts: Thomas Plieninger (v.l.).
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Sie wollen den bedürftigen Dachauern helfen: Georg Kiening, Albert Solleder, Thomas Drittenpreis, Kirsten Hermes, Edda Drittenpreis, hinter ihr: Peter Gradl, und rechts: Thomas Plieninger (v.l.).

Durch Lebensmittelspenden 

Dachauer Tafel richtet jetzt einen Notbetrieb ein

Ab Montag, 30. März, hat die Dachauer Tafel wieder als Notbetrieb geöffnet. Viele Lebensmittelspenden und Freiwillige machen das möglich.

  • Die Dachauer Tafel richtet einen Notbetrieb ein.
  • Ab dem 30. März können sich die Bedürftigen ihre Lebensmittel abholen. 
  • Möglich wurde der Notbetrieb durch Lebensmittelspenden und viele Freiwillige.

Dachau – Die Dachauer Tafel richtet einen Notbetrieb ein. Von Montag, 30. März, bis Mittwoch, 1. April, können sich die Kunden telefonisch melden. Ermöglicht wird der Notbetrieb durch Lebensmittelspenden verschiedener Lieferanten und durch Freiwillige, die sich spontan zum Helfen gemeldet haben.

Die Dachauer Tafel musste vergangene Woche geschlossen werden (wir berichteten). Die Waren gingen kurzfristig aus, und das BRK musste den ehrenamtlichen Helfern, durchweg ältere Frauen und Männer, absagen, um sie und auch die Kunden vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen. Die Leiterin der Dachauer Tafel Edda Drittenpreis sowie der BRK-Kreisgeschäftsführer Paul Polyfka bedauerten die Schließung sehr.

Gärtner Georg Kiening und Landwirt Peter Gradl haben von der Schließung erfahren und wollten sofort helfen. Über das Netzwerk von Kirsten Hermes „Dahoam in Dachau“ haben nun die beiden Erzeuger Kartoffeln und frisches Gemüse gespendet. Der Feldgedinger Landwirt Peter Gradl schleppte mehrere Säcke Kartoffeln in die Tafel. Georg Kiening, der die Gärtnerei in Karlsfeld an der Bajuwarenstraße betreibt, lieferte Steigen mit Karotten, Tomaten und Gurken in die Räume an der Brunngartenstraße. „In der Krise darf man gerade die Bedürftigen nicht vergessen“, betonten beide Spender. Die frischen Tomaten und Gurken sind Rückläufer aus der Gastronomie, die Karotten stammen aus Georg Kienings eigenem Lager. Dieses leere sich nun aber auch zusehends, berichtete er.

Einzelne Dachauer Geschäfte, wie das AEZ und das Café Zaunkönig, haben nun ebenfalls ihre Unterstützung angeboten und bereits Waren geliefert. Um die Lieferung von Georg Kiening und Peter Gradl rasch verteilen zu können, wurde Edda Drittenpreis tatkräftig unterstützt. Zur Stelle waren neben dem Tafel-Team auch Helfer der Corona-Hilfe Dachau.

Die Schließung der Tafel bedauert auch der stellvertretende BRK-Kreisvorsitzende Hans Ramsteiner. Er leitet im BRK die Gemeinschaft Wohlfahrt und Soziales, der die Tafel untersteht. Mit Edda Drittenpreis prüft er nun alle Möglichkeiten, um die Versorgungseinrichtung für Bedürftige wieder zu öffnen. Einige jüngere Dachauer haben sich schon angeboten, um bei der Ausgabe zu helfen, so Ramsteiner. Weitere freiwillige Helfer sind willkommen und können sich unter essen@dachauer-tafel.de melden. Um die Beschaffung von Lebensmitteln wie Konserven, aber auch Frischwaren, kümmert sich Edda Drittenpreis. „Damit wir unsere Tafelkunden wenigstens mit ein paar Lebensmitteln unterstützen können, richten wir einen Notbetrieb ein“, kündigt Hans Ramsteiner an. Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, werden fertig gepackte Taschen ausgegeben. 

dn

Tafelkunden

mit Berechtigungskarte können sich von Montag, 30. März, bis Mittwoch 1. April, jeweils von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0 81 31/61 49 13 6 anmelden und erhalten dann den Termin, wann sie Ihre Lebensmittel abholen können.

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