Der altehrwürdige Fußballplatz des TSV 1865 an der Jahnstraße. Die neue Anlage im Sportpark an der Theodor-Heuss-Straße soll größer werden und – im Fall eines Aufstiegs – ausgebaut werden können. 
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Der altehrwürdige Fußballplatz des TSV 1865 an der Jahnstraße. Die neue Anlage im Sportpark an der Theodor-Heuss-Straße soll größer werden und – im Fall eines Aufstiegs – ausgebaut werden können. 

Bauausschuss

Sonderlösung für 1865-Spitzenspiele

  • Stefanie Zipfer
    vonStefanie Zipfer
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Sollten es die Fußballer des TSV Dachau 1865 tatsächlich mal in die Regionalliga schaffen? Wenn ja, dann bekommen sie ein entsprechendes Stadion.

Dachau – Über ziemlich ferne Zukunftsmusik hat sich der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung unterhalten. Konkret ging es um den künftigen neuen Sportpark des TSV Dachau 1865 an der Theodor-Heuss-Straße und die Möglichkeit, den noch nicht gebauten Sportpark eines fernen Tages – im Fall des Aufstiegs der TSV-Fußballer – mit einem regionalligatauglichen Stadion auszustatten.

„Es soll nicht von Anfang an gebaut werden“, betonte Oberbürgermeister Florian Hartmann einleitend, „aber es sollen schon heute die baulichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden.“ Für diese Rahmenbedingungen waren zahlreiche Änderungen an den bisherigen Plänen für den Sportpark nötig geworden.

Vorausgegangen war dem Vorgang ein Streit zwischen Stadtbauamt und TSV-Vorsitzendem Wolfgang Moll. Die Stadt hatte erklärt, dass der Bayerische Fußballverband (BFV) auf dem räumlich engen Gelände gar kein regionalligataugliches Stadion zulassen würde; Moll hatte daraufhin kritisiert, dass den städtischen Planern die Grünanlagen des Sportparks fast schon wichtiger wären als die Sportanlagen selbst (wir berichteten).

Am Ende fand man nun eine Lösung, mit der auch der Bauausschuss einstimmig leben konnte. Die Vorgaben des Fußballverbands bezüglich eines derart großen Stadions – es muss laut BFV 2500 Zuschauer fassen – sind zwar laut Stadtrat Sören Schneider (SPD) „eigentlich Wahnsinn, aber das ist eben der Fußball“.

Um das Fußballstadion und dafür vor allem die große Zuschauertribüne bauen zu können, wird demnach der Umgriff der Anlage um 0,8 Hektar vergrößert.

Die im Falle eines Vollausbaus des Sportparks dann erforderliche Stellplatzanzahl von 343 Parkplätzen sicherzustellen, soll ein im Norden der Anlage gelegenes, der Stadt gehörendes Grundstück genutzt werden dürfen. Dieses, betonte Bauamtsleiter Moritz Reinhold, werde man für diesen Zweck „aber nicht groß befestigen“. Gertrud Schmidt-Podolsky (CSU) fand diese Sparmaßnahme „wohltuend“, da dieser zusätzliche Parkfläche „ohnehin nur an 18 Ausnahmetagen“ nötig würde, für die man nicht extra einen Parkplatz anzulegen brauche.

Für den „seltenen Fall“ eines Spitzenspiels mit 2500 Zuschauern, bei dem das Verkehrsaufkommen die vorhandenen Stellplätze weit überschreiten dürfte, plant das Bauamt „ein Erschließungskonzept mit an den Einzelfall angepassten Sonderlösungen“, etwa in Form eines Shuttle-Services für die Fans zu einem Großparkplatz in der Nähe des Sportparks.

In der Zwischenzeit aber begnügt sich der TSV sogar mit einer reduzierten Anzahl an Parkplätzen. Für den alltäglichen Sportbetrieb im neuen TSV-Sportpark seien 70 Parkplätze ausreichend, verspricht der Verein. Doch auch hier will die Stadt nun vorsorgen: Gebaut werden erst mal 70 Parkplätze, Baurecht aber wird schon jetzt für 160 geschaffen. 

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