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200 Dachauer schlossen sich gestern dem von der „Fridays for Future“-Ortsgruppe organisierten Protestmarsch für mehr Klimaschutz an. 

Fridays for Future in Dachau

Für mehr Klimaschutz: 200 Demonstranten wollen „jetzt handeln“

Weltweit wurde gestern wieder für mehr Klimaschutz demonstriert. Auch in Dachau zogen 200 Demonstranten von der Thoma-Wiese über die Schleißheimer Straße, Erich-Ollenhauer-Straße bis zur Freisinger Straße und zurück.

VON MIRIAM KOHR

Dachau – Einige Autofahrer wurden von diesem Rundlauf, der sich gegen 12.30 Uhr in Bewegung setzte, überrascht und blickten zumeist genervt auf die vorbeiziehende Schar von Demonstranten.

Unter den Teilnehmern waren alle Altersklassen vertreten. Einige schoben Kinderwagen oder Fahrräder mit. Wiederum andere hatten Plakate mitgebracht. „Uns ist es wichtig, hier in Dachau Präsenz zu zeigen, ein Zeichen zu setzen, dass auch Städte wie Dachau für das Klima demonstrieren, nicht nur Großstädter“, sagte Mitorganisatorin Fée van Cronenburg von der „Fridays for Future“-Ortsgruppe Dachau. Bei der ersten weltweiten Demo seien sie noch gemeinsam zur Großdemo nach München gefahren. Seitdem, findet die 17-Jährige, sei viel passiert: „Wir wollen auch den Amtsinhabern hier vor Ort zeigen, dass sie lokalpolitisch etwas tun können.“

Eine 69-jährige Dachauerin forderte etwa vor allem die Förderung von Photovoltaikanlagen. „Merkel muss mit ihrer Truppe etwas tun, damit die Bevölkerung bereit dazu ist, sich so etwas zuzulegen“, sagte sie – die nach eigenen Angaben selbst seit 17 Jahren Photovoltaikanlagen-Besitzerin ist. „Politiker dürfen bei den Abstimmungen nicht immer einknicken“, forderte ein 85-jähriger Teilnehmer. Eine Ehepaar, das mit seinen Kinder gekommen war, verlangte: „Der Lobbyismus muss aufhören.“ Eine 54-jährige Karlsfelderin betonte: „Die Politik darf nicht nur auf die Industrie hören!“

Aufgrund dieser Unterstützung der Bevölkerung aus Dachau und Umgebung kündigten die Dachauer „Fridays“-Aktivisten noch am Freitagnachmittag an, künftig „weitere Demos dieser Art auf die Beine zu stellen“.

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Klimaaktivistin Greta Thunberg segelt auf direktem Kurs Richtung Klimagipfel.

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