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Einser-Schnitt im Abi haben am JEG gleich 14 Schüler – Landrat Stefan Löwl (l.) gratulierte persönlich.

Abschlussfeier des Josef-Effner-Gymnasiums

136 Jugendliche starten in ihre Zukunft

Nicht nur die Sonne strahlte vom Himmel, auch 136 Schüler des Josef-Effner-Gymnasiums strahlten am Freitagmittag, als sie ihr lang ersehntes Abiturzeugnis in die Hände bekamen – mitsamt vieler guter Wünsche und Ratschläge.

Dachau – Der Dachauer Landrat Stefan Löwl fragte sich in seinem Grußwort, was „Abitur“ eigentlich bedeute. Es komme vom lateinischen „abire – davongehen“ und von „abiturire – abgehen wollen“. Daher sollten die Abiturienten ihre bestandene Reifeprüfung zur Freiheit nutzen, beispielsweise im Engagement für Europa. „Noch unsere Großeltern sind nach dem Abitur erstmal in den Krieg gezogen, heute leben wir hingegen in einem friedlichen Europa!“ Er riet den Schulabgängern daher, Verantwortung zu übernehmen, zum Beispiel, indem sie an Wahlen teilnehmen oder die Umwelt schützen.

Der Dachauer Bürgermeister Florian Hartmann ergänzte, es wäre geradezu arrogant zu behaupten, die Schüler sollten sich erst jetzt gesellschaftlich engagieren. Bewegungen wie „Fridays for future“ zeigten, dass dies längst der Fall sei. Da hätten die Abiturienten den „guten, alten Seneca“ mit seinem berühmten Satz „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“ genau richtig verstanden. „Steht es daher manchen Erwachsenen zu, Euch zu kritisieren?“, fragte er nicht nur die Abiturienten.

Die Aufforderung zu gesellschaftlichem Engagement wiederholte auch Schulleiter Peter Mareis in seiner Ansprache. „In unserer Zeit kommen Menschen immer schlechter damit zurecht, dass es keine eindeutige Antwort auf viele Fragen mehr gibt. Der Gesellschaft ist die Vieldeutigkeit verloren gegangen.“ Deswegen appellierte er an die Schulabgänger, diese Entwicklung umzukehren, der Fantasie freien Raum zu geben und unbequem zu sein.

Bei so viel Politik und guten Ratschlägen sollten dennoch die Hauptpersonen des Tages nicht zu kurz kommen – die Abiturienten. Gleich drei von ihnen – Amelie Birle, Florian Gilleßen und Daniel Schuster – haben mit der Traumnote 1,0 abgeschlossen. Und noch bei elf anderen steht eine „Eins“ vor dem Komma. Weitere Schüler erhielten Preise unter anderem für ihr soziales Engagement oder ihre Seminararbeiten.

Letztlich soll ja an einem solchen Festtag das Feiern im Mittelpunkt stehen. So fasste Lea Rieck, eine der diesjährigen Abiturientinnen, die gute Stimmung in wenigen Sätzen zusammen: „Ich finde, wir waren ein lustiger und cooler Jahrgang. Vielen Dank für diese geile Zeit.“

Oliver Gierens

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