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Zwei Tage brauchte die Feuerwehr, den alten Ford aus der Amper zu bergen.

Feuerwehr brauchte zwei Tage für Einsatz

Mysteriöses Autowrack aus der Amper gezogen: Wer hat Fahrzeug hineingefahren? Und warum?

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Die Feuerwehr Dachau hat in einer aufwändigen Aktion ein mysteriöses Autowrack aus dem Fluss gezogen. Es ist völlig verrostet und scheint schon länger in der Amper gelegen zu haben. Wie es dorthin kam, ist rätselhaft.

Dachau– Der Ford Granada ist laut der Fachzeitschrift auto motor sportder lässigste aller Fords, ein Kult-Kombi, den die Redaktion der Zeitschrift sehr vermisse, wie es in einem Artikel heißt, denn seit 1985 wird der Granada nicht mehr gebaut. Warum um Himmels Willen also versenkt ein Autofahrer so ein Prachtstück des Kölner Autobauers in Dachau in der Amper? Die Feuerwehr Dachau hat am Mittwoch nach einer zweitägigen Aktion ein Wrack des Kult-Kombis nahe der Fußgängerbrücke am Amperweg aus dem Fluss gehievt. Der Wagen lag wohl viele Jahre im Wasser. Wie er in die Amper gelangte und wo, bleibt wohl für immer ein Rätsel.

„Vermutlich ist das Auto mutwillig in die Amper gefahren worden“, sagt Wolfgang Reichelt, Pressesprecher der Feuerwehr Dachau. Sicherlich sei dies unterhalb des Wehrs am Familienbad geschehen. Seine Kollegen hatten jedenfalls große Mühe, die Rostlaube an Land zu bringen.

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Ein Feuerwehrmann hatte am Dienstag auf dem Weg ins Gerätehaus schemenhaft ein Auto im Wasser erkannt. Nach Rücksprache mit der Polizei und dem Landratsamt stiegen um 15.45 Uhr zwei Taucher sowie zwei Strömungsretter ins Wasser, das trotz extremen Niedrigwassers in diesem Bereich immer noch etwa drei Meter tief war. „Mit einer Kamera machten die Taucher zunächst Fotos von dem Granada, und so erkannten die Einsatzkräfte, dass es sich um ein Auto handelt, das schon längere Zeit unentdeckt in den Fluten gelegen hat“, so Wolfgang Reichelt.

Kräfte der Feuerwehr entfernten am Ufer einige Büsche, um das große Wechselladerfahrzeug mit Seilwinde passend in Stellung bringen zu können und errichteten eine Ölsperre. Parallel dazu befestigten die Taucher unter Wasser Bandschlingen an dem Fahrzeug. Nach und nach wurde das Autowrack anschließend etliche Meter flussabwärts gezogen. Dieser Vorgang wurde mehrfach unterbrochen, und die Taucher kontrollieren das Wrack. Schließlich wurde das Wrack aus dem Wasser die Böschung hochgezogen. Reichelt: „Nach etwa zwei Metern verkeilte es sich jedoch, so dass es mit der Seilwinde nicht weiter hochgezogen werden konnte. Da bereits die Abenddämmerung einsetzte, entschied der Einsatzleiter, das Auto zu sichern und die Arbeiten einzustellen. Das Wrack wurde am Mittwoch von Mitarbeitern des Wasserwirtschaftsamtes vollständig geborgen und abtransportiert.“

Der August ist bislang für die Feuerwehr Dachau ein äußerst arbeitsreicher Monat. Nicht weniger als 40 (!) Einsätze hatte sie zu absolvieren – von der Wrackbergung über Brände bis hin zur technischen Hilfeleistung war das gesamte Spektrum der Feuerwehrarbeit dabei.

Lesen Sie auch: Zwischen Dürre und Flut: Viele Feuerwehreinsätze und einem Ort geht das Wasser aus.

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