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Freier Blick: Die Büsche an der Schallschutzmauer in der Anton-Burgmaier-Straße wurden abgeschnitten, weil die Bahn beim Lärmschutz nachbessern muss.

Die Bahn muss im Landkreis Dachau nachbessern

Lärmschutzwände wackeln

Die Lärmschutzwände entlang der Bahnlinie von Allach bis Petershausen halten dem schnellen ICE-Verkehr nicht stand: Sie wackeln. Deshalb muss die Bahn nachbessern. Zunächst werden die Sträucher entlang der Schallschutzwände abgesägt.

Dachau – Als Rosemarie Seidl ans Fenster ihres Hauses in der Dachauer Anton-Burgmaier-Straße trat, traf sie beinahe der Schlag. Arbeiter sägten gegenüber an der Bahnlinie die Bäume und Sträucher um, die als Sichtschutz vor der öden, aber notwendigen Schallschutzmauer gepflanzt worden waren. „Wir waren so froh, dass die Büsche raufgewachsen sind – und jetzt sind sie wieder weg. Das ist furchtbar“, sagt Rosemarie Seidl. Als sie die Männer ansprach, meinten die nur: Die Bahn müsse beim Schallschutz nachbessern. Ein einfacher Satz, doch die Konsequenzen sind weitreichend.

Im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke durchs Dachauer Land im Jahr 2005 waren die Lärmschutzwände hochgezogen worden. Doch sie halten dem schnellen ICE-Verkehr nicht mehr stand. Immer mehr Teile beginnen zu wackeln. So sehr, dass ganze Elemente oder nur Lamellen ausgetauscht werden müssen. Bei Röhrmoos und Petershausen sei es besonders schlimm, so ein Bahnsprecher. „Der Vegetationsrückschnitt ist notwendig, weil an den entsprechenden Gleisabschnitten im Sommer die Schallschutzwände repariert werden sollen. Ein Vegetationsrückschnitt soll aus Naturschutzgründen nur außerhalb der Vogelbrutzeit in den Monaten Oktober bis Februar durchgeführt werden.“ Deshalb erfolgten die Arbeiten an der Anton-Burgmaier-Straße sowie an weiteren Stellen entlang der Bahnstrecke zwischen Allach und Petershausen.

„Waren die Schallschutzwände denn nicht von Anfang an für ICE-Züge geeignet?“, fragt Anwohnerin Rosemarie Seidl. Ein berechtigter Einwurf, findet der Bahnsprecher und meint: „Das müssen wir mit den Baufirmen klären.“ Fakt ist: Bereits im Juli werden Elemente und Lamellen entlang der Bahnstrecke zwischen Allach und Petershausen ersetzt, Pfosten für die Wände vertieft oder neu installiert sowie Fundamente geschaffen.

Bis November dieses Jahres soll das dauern. „Es wird Sperrpausen geben, da auch von den Gleisen her gearbeitet werden muss“, sagt der Bahnsprecher. Er verspricht jedoch: „Der Zugverkehr wird aufrechterhalten.“

Thomas Zimmerly

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