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Hier sollte längt eine Kletterhalle stehen: Am Wettersteinring, an der B 304 (links im Bild) wollen die Naturfreunde eines Tages ihr Projekt verwirklichen.

Naturfreunde glauben an Happy End

“Traurig, dass es so lange dauert“: Darum gibt es in Dachau immer noch keine Kletterhalle

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Im September 2017 wollten die Naturfreunde ihre Kletterhalle am Wettersteinring eröffnen. Probleme bei der Planung ließen die Umsetzung des Projekts bislang scheitern. 

Dachau – „Fehlt schon lange“, „eine echte Chance für Dachau, „kann man nur unterstützen“: Die Euphorie im Bauauschuss kannte keine Grenzen, als sich die Naturfreunde Deutschland im September 2016 mit einem ambitionierten Vorhaben an die Stadt wandten. Schon im Herbst 2017 solle Dachau seine eigene Kletterhalle bekommen, hieß es in dem Antrag. Über zwei Jahre später ist am Wettersteinring von Akrobaten an den Wänden immer noch keine Spur.

Abstimmungsprobleme zwischen Landes- und Bundesvorstand treiben die Naturfreunde weiterhin um. „Es ist traurig, dass es so lange dauert. Aber an ein solch großes Projekt haben wir uns eben noch nie gewagt“, sagt Christian Schwarzkopf. Ungeachtet vieler offener Fragen hat der Landesvorstand der Naturfreunde Bayern seine Zuversicht nicht verloren: „Ich glaube immer noch fest daran, dass Dachau seine eigene Kletterhalle bekommt.“

Durchbruch bei Gipfeltreffen?

Grund für seinen Optimismus ist das Gipfeltreffen von Landes- und Bundesverband am 9. und 10. November, bei dem der lang ersehnte Durchbruch erzielt werden soll. „Es geht um das Geld unserer Mitglieder. Das will keiner leichtfertig in den Sand setzen“, wirbt Schwarzkopf um Verständnis für die langwierigen Verhandlungen. Vier Millionen Euro sind für die Kletterhalle am Wettersteinring veranschlagt. Die Kosten wollen Landes- und Bundesvorstand aufteilen. „Das ist wie ein Darlehensvertrag unter Geschwistern. Man kennt und versteht sich, muss das Ganze aber dennoch rechtlich absichern“, erklärt Schwarzkopf.

Der Entwurf für die Kletterhalle, die am Wettersteinring entstehen soll.  

Der zuständige Architekt steht bereits in den Startlöchern. Im Falle einer Einigung beim Gipfeltreffen ist der Beginn der Bauarbeiten für das Frühjahr 2019 geplant. Bald darauf sollen am Wettersteinring schon Schulklassen um die Wette klettern. Auch Kurse für Behindertengruppen wollen die Naturfreunde in ihrer Halle anbieten. Eine eigens eingerichtete Betreibergruppe soll Studenten der nahe gelegenen TU in Garching als Kernklientel gewinnen. „Für den Landkreis Dachau wird ein enorm starkes Wachstum prognostiziert. Dass sich die Halle finanziell tragen würde, bezweifeln weder wir, noch die Banken“, sagt Schwarzkopf bestimmt.

Naturfreunde wagen keine Prognose mehr

Dachaus Sportreferent Günter Dietz (CSU) reagiert überrascht, als man ihn auf den Stand der Verhandlungen und das geplante Gipfeltreffen der Naturfreunde anspricht: „Davon weiß ich nichts. Bezüglich der Kletterhalle bin ich schon längere Zeit nicht mehr kontaktiert worden.“ Seine Euphorie für das Vorhaben hat Dietz indes nicht verloren. „Das wäre wirklich eine tolle Sache für die Stadt; ein Projekt, das total dem Zeitgeist entspricht“, und so hofft der Sportreferent auf einen baldigen Durchbruch.

Wann im Falle einer Einigung endlich gekraxelt wird? Landesvorstand Schwarzkopf will bei aller Zuversicht keine Prognose mehr wagen: „Damit sind wir nun schon öfter falsch gelegen.“

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