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Viel Gesprächsbedarf gab es auf der Bezirksversammlung des Bayerischen Bauernverbands in Oberbachern. Ein Reizthema: das Volksbegehren für den Artenschutz. 

BBV-Chef Anton Kreitmair

„Wir sind die echten, wahren Bienenschützer“

Die Bauern im Landkreis Dachau fühlen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Bei der BBV-Bezirksversammlung in Oberbachern wurde Kreisobmann Anton Kreitmair deutlich, vor allem, als es ums Thema „Artenschutz“ ging.

Oberbachern – Das Bienen-Volksbegehren war ein Reizthema auf der BBV-Bezirksversammlung in Oberbachern. Das Begehren sei von Bürgern unterschrieben worden, „die zu 90 Prozent nicht wissen, worum es geht“, sagte Kreisobmann und BBV-Bezirkspräsident Anton Kreitmair. Denn: „Wir sind die echten, wahren Bienenschützer“. Generell sieht er jeden Bürger in der Pflicht, „sich politisch einzubringen, was den Umweltschutz angeht“. Pressefreiheit sei zwar gut, aber die Beweisführung in diesem Volksbegehren, vor allem in Funk und Fernsehen, hält er für „gefährlich“. So seien Pressemitteilungen des Bauernverbands nicht veröffentlicht worden. Nun gelte es, Strategien zu entwickeln, „um aus der Frontstellung herauszukommen“, hieß es in einem Diskussionsbeitrag. Die nächsten Volksbegehren gegen Tierhaltung und Pflanzenschutz könnten folgen.

Bachern sei immer ein Garant für gut besuchte Bezirksversammlungen, meinte der stellvertretende BBV-Kreisobmann Simon Sedlmair bei der Begrüßung seiner Kollegen, die vorwiegend aus den Gemeinden Bergkirchen und Schwabhausen sowie aus Dachau kamen.

Zunächst stellte sich die neue Dachauer Geschäftsführerin Theres Janka vor, die den Gästen Informationsmaterial, unter anderem zu Blühstreifen, mitgebracht hatte und auch ihre kostenlose Sozialberatung anbot. Über „Brennpunkte im Steuerrecht“ referierte Christian Schmid hinsichtlich der anstehenden Grundsteuerreform sowie über Baulandflächen und „Fallstricke bei der Hofübergabe“, wenn es um große Summen geht.

Teilweise nahm der Hauptreferent Anton Kreitmair, die Themen wieder auf. Als BBV-Bezirkspräsident sei er viel und weit herumkommen, demzufolge habe er nicht nur die bayerische Landwirtschaft im Auge, sondern beobachte Entwicklungen bundesweit. Er rief zur Geschlossenheit auf, da nur ein starker Bauernverband in der Lage sei, den derzeitigen Anfeindungen entgegenzutreten und Herausforderungen zu meistern. Auch unter den Mitgliedern gebe es „falsche Erwartungen“.

Zurechtrücken wolle er die Bewertung in der Gesellschaft, dass große Höfe generell schlechter als kleine seien. Das hänge von der Familie ab, und „moderne Technik muss nicht schlechter sein“. Wenn bisher der „Kernbereich des Verbands“ die Milchpreise gewesen seien, gebe es nun unter anderem die Angst vor steigenden Grundstückspreisen und das Problem, „dass Private und Kommunen Grund auf Vorrat kaufen“.

„Eine gefährliche Entwicklung“ zeige sich dagegen bereits im Münchner Süden. Beim ohnehin „schwierigen Bauen im Außenbereich“. Es sei unverständlich, wenn die dritte Generation auf dem Hof keine „eigene Wohneinheit“ bauen dürfe.

Und dann gab es noch den Aufruf von Kreitmair, „Biberschäden einzureichen, denn wir brauchen Euch dazu, um die Leute im Landratsamt durch die Anträge in die Pflicht zu nehmen“.  Ingrid Koch

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