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Ein 24-Jähriger benahm sich am Dachauer Bahnhof völlig daneben. (Symbolbild)

Versuchte Körperverletzung

Er beschimpfte Passanten am Dachauer Bahnhof - jetzt bekommt er die Quittung

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Pöbeln, spucken und treten. Weil sich ein 24-Jähriger am Dachauer Bahnhof völlig daneben benahm, musste er sich jetzt vor dem Amtsgericht verantworten.

Dachau – Weil er betrunken am Dachauer Bahnhof randaliert, Passanten angepöbelt und schließlich noch versucht hat, die zu Hilfe gerufenen Polizeibeamten anzugreifen, ist ein 24-jähriger Petershauser jetzt am Amtsgericht Dachau verurteilt worden.

Er zeigte sich in der Verhandlung von Beginn an einsichtig. Zwar könne er sich nicht mehr an den Vorfall erinnern – sein Gedächtnis setzt erst wieder in der Ausnüchterungszelle ein – doch er gab selbst zu, dass er „die Kontrolle verliert“, wenn er Alkohol getrunken hat. Für die Polizei ist der Mann kein Unbekannter. „Gefühlt 50 Prozent solcher Einsätze am Dachauer Bahnhof sind wegen ihm“, erklärte einer der Polizeibeamten als Zeuge.

Da die Vergangenheit gezeigt habe, dass Platzverweise bei dem Angeklagten nichts bringen, wie ein Polizist berichtete, wollten die Beamten den betrunkenen Randalierer zur Ausnüchterung auf das Revier mitnehmen. Das passte dem aber gar nicht. Weil er auf der Rückbank des Polizeiautos wild um sich trat – auch immer wieder in Richtung Fahrerin – waren schließlich zwei Polizisten nötig, um ihn während der Fahrt zu fixieren. Nur mit größter Mühe gelang es ihnen den tretenden und spuckenden Mann zu bändigen.

Dafür verurteilte ihn Richter Christian Calame wegen versuchter Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung und 100 Sozialstunden bei der Brücke Dachau.

Lesen Sie auch: Weil er seine Frau gewürgt und mit einem Fahrrad beworfen hat, musste sich ein 35-Jähriger jetzt vor dem Amtsgericht verantworten.

Auch interessant: Erst trank er einen nicht bezahlten Smoothie aus und stellte die leere Flasche zurück ins Regal, und dann versuchte ein Ladendieb den nächsten Dreh.

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