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Die Grippewelle hat jetzt auch Dachau erreicht (Symbolbild).

20 Fälle pro Woche

Die Grippewelle hat Dachau erreicht

Bayern ist fest im Griff der Grippewelle. Am Helios-Amperklinikum in Dachau kämpft man jetzt mit neuen innovativen Methoden gegen die Krankheit.

Dachau – Die Grippewelle hat Bayern fest im Griff (auch der Landkreis Freising ist betroffen). In den Amper-Kliniken Dachau und Indersdorf stieg die Zahl der Influenza-Fälle auf 20 pro Woche, wie das Klinikum in einer Pressemitteilung erklärt. Am Helios Amper-Klinikum Dachau beschleunigt jetzt ein neues Testgerät die Diagnose erheblich.

„Aktuell haben wir sehr viele Grippe-Verdachtsfälle, mindestens sechs pro Tag“, berichtet Oberarzt Alexander von Freyburg, Leiter der Nothilfe am Amper-Klinikum. „Auch in dieser Saison verzeichnen wir wieder sehr schwere Verläufe bei Influenza-Patienten mit schwersten beatmungspflichtigen Lungenentzündungen und Herzmuskelentzündungen.“

Patienten mit Verdacht auf Grippe können im Klinikum Dachau jetzt schneller gezielt behandelt werden. Denn in der Notfallambulanz des Krankenhauses wurde ein spezieller Schnelltest eingeführt, der mögliche Influenzaviren entdeckt. „Der wesentliche Vorteil ist die sofortige Verfügbarkeit des Ergebnisses“, sagt von Freyburg. „Die Untersuchung der Probe dauert maximal 15 Minuten.“ Bislang vergingen zwischen sechs Stunden und drei Tagen, bis das Endergebnis aus dem Labor vorlag. In der Nothilfe der Helios Amper-Klinik Indersdorf wird der Schnelltest in den kommenden Wochen ebenfalls eingeführt.

Neuer Schnelltest erleichtert den Klinikalltag

Der Test biete laut Pressemitteilung eine moderne Schnelldiagnostik der Influenza-Viren Typ A und Typ B und wird anhand eines Nasenabstrichs durchgeführt. Das Verfahren basiert auf einer neuen Technologie, der sogenannten „isothermen Nukleinsäureamplifikation“. Hierbei wird die Influenza-DNA mithilfe molekularbiologischer Techniken und Enzymen bei konstanter Temperatur vervielfältigt, um sie so nachzuweisen.

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Die Anschaffung des Schnelltests biete zudem Vorteile beim Bettenmanagement: Bislang musste jeder Patient mit Verdacht auf Influenza allein auf dem Zimmer liegen, bis das Ergebnis vorlag – um eine Ansteckung anderer zu vermeiden. Kommen jetzt Patienten mit Grippeverdacht in die Notaufnahme, können sie entweder als Influenza-negativ normal aufgenommen werden – oder sie werden mit Influenza-positiven Patienten auf ein Zimmer gelegt.

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„Das bedeutet räumlich und personell eine große Einsparung an Ressourcen“, so von Freyburg. Künftig können so mehr Grippe-Patienten aufgenommen werden. 2018 wurden im Klinikum Dachau rund 400 Influenza-Tests durchgeführt.

dn

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