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Wegen der Energiewende will der Stromnetzbetreiber Tennet die 380-kV-Trasse – die rote Linie – zwischen Oberbachern im Landkreis Dachau und Ottenhofen im Kreis Erding erneuern und möglicherweise verlegen.

Wegen Energiewende

Stromkonzern plant Mega-Leitung über dem Landkreis: Ändert sich Verlauf der Stromtrasse?

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Gegenwind ist wohl vorprogrammiert von Landwirten, Grundstückbesitzern und Bürgern in den Landkreisen Dachau, Freising, München und Erding. Denn der Stromnetztreiber Tennet will die Stromtrasse von Oberbachern über Eching nach Ottenhofen im Landkreis Erding erneuern – möglicherweise mit neuem Verlauf. Grund: die Energiewende.

Angestrebte Inbetriebnahme der neuen Stromtrasse zwischen Oberbachern im Landkreis Dachau und Ottenhofen im Landkreis Erding ist 2026. Dafür will Tennet, Stromnetzbetreiber mit Hauptsitz in den Niederlanden, in den nächsten Monaten die Weichen stellen – und dabei die Bürger beteiligen. Der Konzert wirbt damit, dass die Abstände zu Wohn- oder Naturschutzgebieten mit der neuen Trasse verbessert werden können.

Stromkonzern plant Mega-Leitung über dem Landkreis: Das ist der Grund

Hintergrund: Tennet hat die 47 Kilometer lange Höchstspannungsleitung mit 380 kV zwischen Oberbachern und Ottenhofen von Eon übernommen, die Trasse gibt es schon seit den 70er Jahren und versorgt den Großraum München. Aber: „Sie wird in Zukunft nicht mehr ausreichen“, sagt die Konzernreferentin für Bürgerbeteiligung, Catherin Krukenmeyer, wegen der Energiewende: Denn die Bundesregierung hat sich dafür entschieden, bis 2050 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu produzieren: „Im Landkreis Dachau gibt es zum Beispiel viele Fotovoltaikanlagen“, sagt Krukenmeyer. Aber wenn keine Sonne scheint, dann muss der Strom eben woanders herkommen – zum Beispiel von Windrädern aus dem hohen Norden.

Energiewende: Bayern wird in Zukunft wohl noch abhängiger von auswärtigem Strom 

Der Nord-Süd-Stromtransport werde also immer wichtiger, sagt Tennet-Pressesprecher Markus Lieberknecht: „Aber die bestehenden Leitungen im bundesweiten Stromnetz aus den 20er bis 70er Jahren sind nicht auf diese große Mengen ausgelegt.“ Und: In Zukunft werde Bayern wohl noch abhängiger von auswärtigem Strom: „Atom- und Kohlekraftwerke gehen ja Schritt für Schritt vom Netz.“ Deshalb müssten nicht nur die Haupttrassen von Nord nach Süd für das Mehr an Strom ausgebaut werden, sondern auch die regionalen Höchstspannungsleitungen, so der Konzern. Deshalb habe Tennet überlegt, an den Masten zwischen Oberbachern und Ottenhofen weitere sogenannte „heiße Seile“ anzubringen, die mehr Strom transportieren können. Aber das klappe nicht, sagt Krukenmeyer, denn: „Das Mehrgewicht würden die Masten statisch nicht aushalten.“ Fazit von Tennet: Es muss etwas Leistungsfähigeres her, nämlich neue Strommasten und -leitungen, die vorerst nahe der alten verlaufen. „Später werden die alten zurückgebaut“, sagt Krukenmeyer.

Im Sommer werden die ersten Trassenpläne vorgestellt. Im Herbst soll klar sein, wo die neue, leistungsfähigere Trasse verläuft, bis dahin sollen Bürger ihre Ideen und Kritikpunkte einbringen können. Bei Ortsterminen wird das Projekt den Bürgern vorgestellt.

Eine Infoveranstaltung

organisiert der Stromnetzbetreiber Tennet am Donnerstag, 28. März, im Gasthof Lachner in Stetten. Von 14 bis 19 Uhr können sich Interessierte in einer Ausstellung informieren, Catherin Krukenmeyer steht für Fragen zur Verfügung.

„Ich habe einfach Freude am Malen.“ So hat sich derweil ein 22-Jähriger aus Egenhofen jüngst vor dem Amtsgericht Dachau beschrieben. Seine Leidenschaft für die Malerei war es auch, die ihn überhaupt erst vor Richter Lukas Neubeck geführt hat. Eine Neuerung gibt es bald in der Dachauer Altstadt: Foodtrucks kommen, schon bald geht es los. Eine Diskussion um Kunstrasenplätze gibt es momentan in Gröbenzell. Diese stehen unter Krebsverdacht.

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