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E-Tankstellen lohnen sich: Zu diesem Ergebnis kamen die Stadtwerke. Diese Ladesäule in der Münchner Straße wird bald Konkurrenz bekommen.

Stadtwerke bauen Elektro-Tankstellen

16 neue E-Tankstellen für Dachau

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Dachau bekommt 16 öffentliche Ladestationen für Elektroautos. Das hat der Werkausschuss jetzt beschlossen.

Dachau– Der Bestand an Elektroautos auf Deutschlands Straßen ist gestiegen. Nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes vom Januar dieses Jahres stieg der Anteil von Elektroautos gegenüber 2018 von 53 861 auf 83 175 und der an Hybrid-Pkw von 236 710 auf 341 411 Fahrzeuge an. Der Plug-in-Hybridfahrzeugbestand – sie haben im Gegensatz zum reinen Hybrid einen größeren Akku – wuchs von 37 384 auf 66 997. Aktuell gibt es für diese Fahrzeuge gut 17 000 öffentliche Ladestationen. Weitere 16 sollen bald in der Stadt Dachau hinzukommen. So der Wille des Werkausschusses.   

Wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg. Für die Stadtwerke hieß das: Wir prüfen erst mal, ob sich die E-Tankstellen lohnen. Der technische Werkleiter Gerald Nübel stellte Recherchen an und kam zu dem Schluss, dass der Zeitpunkt für den Markteintritt richtig sei. Denn, so Nübel, der Markt werde weiter wachsen.

Aus diesem Grund ließ er eine Standortanalyse anfertigen. „Diese zeigt aufgrund der Auslastung bestehender Ladesäulen und der dazugehörigen Geodaten Standorte auf, die eine vernünftige Auslastung erwarten lassen.“

Lange Prüfung, kurzes Ergebnis: Im Stadtgebiet bieten sich 16 Stellen für öffentliche Ladestationen an.

Bleibt noch die Frage der Wirtschaftlichkeit. Dazu haben die Stadtwerke angenommen, dass drei Fahrzeuge täglich Strom für 50 Kilometer (6,5 Kilowattstunden) tanken und eine Ladesäule eine Nutzungszeit von sechs Stunden hat. Hierbei nahm der Betrieb einen kombinierten Strom- und Zeittarif an. Unterm Strich würde so eine Säule 16,46 Euro am Tag erwirtschaften. Die Investitionskosten betragen für alle 16 Ladestellen zusammen etwa 240 000 Euro.

Und dann gibt es noch ein Problem: „die 1000 Karten“, wie Volker C. Koch (SPD) es formulierte. Der kaufmännische Leiter der Stadtwerke, Robert Haimerl, ging ins Detail und sagte, dass das Bezahlen an E-Tankstellen, für die es mehrere Anbieter gibt, über eine App möglich ist, oder über Ladekarten (so genanntes E-Roaming), aber nicht per EC- oder Kredit-Karte. Der Himmel wisse, warum. OB Florian Hartmann selbst ist ein Opfer der „1000“ Karten. Ihm, dem passionierten E-Autofahrer, „ist es schon häufig passiert, dass ich nicht die geeignete Karte dabei hatte“.

Am Ende stimmte der Werkausschuss dem Aufbau der Ladesäulen einstimmig zu und genehmigte überplanmäßige Mittel in Höhe von 150 000 Euro.

An folgenden 16 Stellen im Stadtgebiet Dachau könnten bald öffentliche E-Tankstellen gebaut werden: Ludwig-Thoma-Wiese, Jocher-/Ecke Konrad-Adenaue Straße, Brucker Straße gegenüber Landratsamt, Brucker-/Ecke Burgfriedenstraße, Burgfrieden-/Ecke Schwanklerstraße, Parkplatz Waldfriedhof (Hoch-/Ecke Dr.-Hiller-Straße), Hochstraße gegenüber Parkplatz Waldfriedhof, Parkplatz Wiesböck-Anwesen, Frühlingstraße gegenüber Bahnhof, Bahnhofstraße gegenüber Post, Gröbenrieder Straße beim ASV, Salzburger-/Ecke Jahnstraße beim TSV 1865, südliche Würmstraße, nördliche Würmstraße, Stadtbücherei am Ernst-Reuter-Platz sowie Newtonstraße gegenüber Obi.

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